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Halle gesucht

Karlsruher Freizeitfußballer retten Hallenplätze aus Soccer-Center

Seit zehn Jahren spielt eine Gruppe von Freizeitfußballern jeden Montag und Donnerstag im Soccer-Center in Karlsruhe-Stupferich. Von Mitte März an ist die Fußballarena zu. Auch deutschlandweit mussten viele Hallenfußball-Arenen in der Corona-Krise endgültig schließen. Um weiter gegen den Ball treten zu können, hat Anastasios Fortomaris zusammen mit Damian Villacampa drei der Plätze abgebaut.

Tayfun Zeybekoglu, Damian Villacampa und Anastasios Fortomaris (von links) möchten auch weiter in der Halle Fußball spielen. Foto: Hora

Villacampa von der Individuum Fußballschule hatte in Stupferich mit seinem Co-Trainer Tayfun Zeybekoglu ohnehin einen kleinen Platz gemietet.

Durch ihn sei der in Karlsruhe-Palmbach lebende Fortomaris erst auf die Idee gekommen, die Courts zu kaufen. „Wir wussten, was an Arbeit auf uns zukommt“, sagt er. Der Abbau der Plätze gestaltete sich dann allerdings doch etwas aufwendiger als gedacht: Etwa vier Wochen Arbeit steckte darin.

Abgebaut sind die Plätze mittlerweile. Den Großteil schufteten Anastasios Fortomaris, Damian Villacampa und viele Freunde. Zum Teil waren es aber auch schon mal zehn Mann.

Was nun fehlt, ist eine Halle zwischen 1.300 und 1.500 Quadratmetern, wo die Plätze wieder ein neues Zuhause finden. Fortomaris, der seit etwa sechs Jahren mit den anderen Fußball spielt, hat keinen Zeitdruck bei der Suche. Zunächst werde das Material eingelagert. „Wenn wir etwas Passendes im Umkreis von 20 Kilometern finden, wäre das klasse“, sagt der Gesellschafter eines Unternehmens aus dem Telekommunikationsbereich.

Wir verstehen uns alle sehr gut. Es wäre schade, wenn wir das nicht weiterführen könnten.
Anastasios Forotmaris, Freizeitfußballer aus Karlsruhe-Palmbach

Viele der Kicker zwischen 38 und 50 Jahren kommen aus Durlach, Rheinstetten und Grötzingen. Einige der Spieler wie Rainer Scharinger oder Sven Kuhlmann spielten früher in Vereinen. Montags und donnerstags treffen sich die Fußballer immer. Und das jeden Monat – ohne Pause. Der Palmbacher wechselt bei den Tagen ab – je nach Terminlage im Job und in der Familie.

Insgesamt besteht die Fußballtruppe aus etwa 40 Personen. Über WhatsApp meldet sich jeder an. „Die ersten zwölf Zusagen stehen dann auf dem Platz. Denn wir spielen fünf gegen fünf mit jeweils einem Auswechselspieler“, erklärt der 50-jährige Fortomaris. „Wir verstehen uns alle sehr gut. Es wäre schade, wenn wir das nicht weiterführen könnten.“

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Sportliche Auszeit von dem Alltag

Aktuell pausieren die Freizeitfußballer noch wegen Corona und überlegen, wie es weitergeht. „Das Indoor-Spiel ist kraftintensiver“, so Fortomaris. Und auch den Ball müsse man nicht so weit holen. An den Plätzen hingen viele Erinnerung. Jetzt ginge es darum, daraus auch ein Zukunftsprojekt zu machen.

Finanziert habe den Abbau allein Fortomaris, um seinen Mitspielern und ihm weiterhin eine sportliche Auszeit aus dem Alltag zu ermöglichen. „Wenn weitere Fußballer die Plätze an anderen Tagen nutzen möchten, können wir darüber reden“, so der Freizeitfußballer.

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