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Hyposensibilisierung ist langwierig

Ärztin aus Linkenheim-Hochstetten gibt Tipps bei Pollenallergie

Die Allergie kann sich mit der Zeit verschlimmern, sodass nicht nur die oberen Atemwege betroffen sind, sondern ein allergisches Asthma entsteht.

Linda Mandel ist Allgemeinmedizinerin in Linkenheim-Hochstetten.
Linda Mandel ist Allgemeinmedizinerin in Linkenheim-Hochstetten. Foto: Kristin Laske

Erle und Hasel machen Pollenallergikern ab Februar zu schaffen. Im Frühjahr nimmt die Pollensaison weiter an Fahrt auf. Die Allgemeinmedizinerin Linda Mandel aus Linkenheim-Hochstetten sagt, was Betroffene tun können.

Wie kann man eine Pollenallergie von einer Erkältungskrankheit unterscheiden?
Mandel
Man würde es daran erkennen, dass man in der jeweiligen Saison eine laufende Nase und juckende Augen hat. Im Winter treten die Symptome nicht auf. Klassische Infektionssymptome wie Fieber, Kopfschmerzen oder Gliederschmerzen fehlen bei einer Allergie. Es ist nicht möglich, einer Pollenallergie vorzubeugen. Sie ist oft genetisch mitbedingt.

Expertin aus Linkenheim-Hochstetten rät zum Insektengitter

Welche Tipps haben Sie für Betroffene?
Mandel
Man kann versuchen, die Allergene zu vermeiden. Das ist aber nicht immer möglich. Wenn man zum Beispiel einen Birkenbaum vor dem Fenster hat, ist das schwer. Wenn man von draußen hereinkommt, sollte man sich nicht im Schlafzimmer ausziehen, sondern die Kleidung im Bad ablegen. Dort kann man sich auch die Haare auskämmen und auswaschen. Um den Einflug von Pollen in das Haus zu vermeiden, kann man sich ein Insektengitter vor das Fenster montieren. Wichtig ist bei der Freizeitplanung im Freien, dass man die Pollenflugzeiten berücksichtigt. Antiallergische Augentropfen und Nasenspray können die Symptome lindern, falls das nicht ausreicht, können Antihistaminika in Tablettenform eingesetzt werden. Spätestens, wenn die frei verkäuflichen Allergiemittel nicht mehr ausreichen, sollte man sich ärztlich beraten lassen.
Warum ist es so wichtig, eine Pollenallergie zu behandeln?
Mandel
Die Allergie kann sich mit der Zeit verschlimmern. Es kann zu einem Etagenwechsel kommen, so dass nicht nur die oberen Atemwege betroffen sind, sondern ein allergisches Asthma entsteht. Hinzu können noch weitere Allergien kommen. Mit einer Hyposensibilisierung lässt sich eine Pollenallergie gut behandeln, wenn man frühzeitig beginnt. Es besteht auch die Chance, dass mit einer Hyposensibilisierung die Pollenallergie gänzlich verschwindet oder deutlich gelindert wird. Die Therapie ist allerdings langwierig und es gibt keine Erfolgsgarantie.
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