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Geringe Infektionsgefahr im Freien

Ausflüge gegen den Corona-Blues: An diesen Orten in der Hardt können Sie abschalten

In der Corona-Pandemie zieht es die Menschen ins Freie, wo die Infektionsgefahr nachweislich geringer ist. Aus diesem Grund stellen drei BNN-Mitarbeiter ihre Lieblingsorte in der Region vor.

Ruhestätte: Seit 1970 ist der Alte Friedhof in Stutensee nicht mehr in Betrieb. Ein grüner Fleck im Ort ist er noch immer. Foto: Marianne Lother

Wo kann man in den Gemeinden nördlich von Karlsruhe am besten entspannen? Wo lassen sich die schönsten Bilder einfangen? Und wo sind Ausflügler der Natur ganz nah? Wir geben einen Überblick.

Alter Friedhof

Marianne Lother arbeitet seit 24 Jahren für die Hardtredaktion. Sie empfiehlt den Alten Friedhof in Stutensee-Friedrichstal, der etwas versteckt hinter einer Mauer in der Parkstraße Ost liegt. „Er ist ein Ort der Natur und der Abgeschiedenheit mitten im Dorf“, erklärt sie. Seit der Friedhof 1970 geschlossen wurde, blieben nur einige Gedenksteine stehen: „Sie erinnern an die Vergangenheit.“

Erich Borell, Vorsitzender des Heimatmuseums Friedrichstal hat den „grünen Flecken mitten im Ort“, wie er ihn nennt, schon gegen Bebauungspläne verteidigt. Er setzt sich mit seinem Verein zum Heimatmuseum dafür ein, dass an diesem Ort historische Hinweisschilder angebracht werden. Als Friedrichstal 1699 von französischen Hugenotten gegründet wurde, erklärt Borell, entstand wenige Jahre später der Friedhof.

Beeindruckt ist Marianne Lother von den Koniferen: „Die mächtigen Bäume wirken aber nicht düster oder bedrückend, zumal auch lautes Vogelgezwitscher zu hören ist.“ Für sie ist der Alte Friedhof eine Oase.



Drachenweg

Fabelwesen: Der Drachenweg eröffnet mit Skulpturen des Künstlers Guntram Prochaska das Weingartener Moor. Foto: Dominik Ralser

Kein Geheimtipp, aber ein sehr beliebtes Ausflugsziel ist der Drachenweg am Weingartener Moor. Er wurde im August 2016 eröffnet. Hölzerne Drachenfiguren des Kettensägen-Künstlers Guntram Prochaska säumen den Weg. „Die hölzernen Skulpturen lauern etwas abseits und sind für die Besucher ein besonderer humorvoller Reiz“, erklärt Lother, „in kurzer Zeit befindet man sich in einer üppig-grünen Wildnis.“

Maria-Hilf-Kapelle

Zeitzeuge: Seit dem 18. Jahrhundert steht die Kapelle auf einem Hügel am Ende der Wöschbacherstraße. Von dort aus hat man einen Blick über das Walzbachtal. Foto: Dominik Ralser

Auch Arnd Waidelich ist ein Urgestein im Mitarbeiterstamm der BNN: Seit 1995 schreibt und fotografiert er für die Redaktion Hardt. In seiner Freizeit ist die Kamera ebenfalls oft sein Begleiter. Ein besonderes Fotomotiv und ein Ausflugsziel, um Ruhe zu finden, ist für ihn die Maria-Hilf-Kapelle in Walzbachtal. Sie liegt im Ortsteil Jöhlingen am Ende der Wöschbacher Straße. „Mich zieht es immer wieder dorthin, weil es eines der interessantesten Fotomotive in Walzbachtal ist“, erklärt Arnd Waidelich. Die Kapelle berge für ihn immer neue Motive und Lichtstimmungen: „Ob im Schnee liegend, von Raps umgeben oder bloß vor einem umgepflügten Acker.“

Die Maria-Hilf-Kapelle steht seit 1732 auf der Anhöhe zwischen Jöhlingen und Wöschbach, 1859 wurde sie renoviert. Sie wird von zwei Kreuzen gesäumt, das linke stammt von 1783, das Kreuz auf der rechten Seite von 1857.

Im Innenraum der Kapelle ist alles geschmückt. Rosaline Veith aus Stutensee bringt seit Jahrzehnten Blumen für den Altar – früher mit ihrem Mann, nun auch mit ihrer Tochter. Die Kapelle sei ein Ort für Leib und Seele, sagt sie. Sie sei oft dort, zum Gebet oder um Ruhe zu finden. „Ich kann meine Freuden, Nöte und Sorgen dort hin bringen.“

Weg an der Pfinz

Idyll: Der Weg entlang der Pfinz ab Berghausen lässt den Spaziergänger am rauschenden Wasser entspannen. Foto: Klaus Müller

Klaus Müller ist seit 26 Jahren freier Mitarbeiter bei den BNN. Sein Ausflugstipp während des Lockdowns ist der Fuß- und Radweg entlang der Pfinz von Berghausen nach Kleinsteinbach. „Linker Hand grasen dort in aller Gemütsruhe Schafe und Ziegen, rechter Hand plätschert in der Frühlingssonne die Pfinz vor sich hin“, erzählt er.

Der Weg zieht sich vorbei an der Fischtreppe zwischen Berghausen und Söllingen, die 160 Meter lang ist. „In Söllingen führt ein Teil der Strecke durch die Ortschaft, dort lohnt sich ein Halt am Wehr „Walther“. Es wird als Wasserkraftanlage genutzt“, erklärt Müller. Hinter Söllingen fließt die Pfinz durch eine sehenswerte Landschaft.

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