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Bürger wurden informiert

Gemeinden im Karlsruher Norden bereiten sich auf bundesweiten Warntag vor

Neue Sirenen und Schulungen für Mitarbeiter – nach dem bundesweiten Warntag 2020 hat sich in den Gemeinden im Karlsruher Norden einiges getan.

Sirene auf dem Bahnhof Wössingen
Warnelement: Auf dem Bahnhof Wössingen hat beim bundesweiten Warntag 2020 diese Sirene getönt. Auch in diesem Jahr wird es in Walzbachtal laut. Foto: Arnd Waidelich

In den Gemeinden im Karlsruher Norden wird es an diesem Donnerstag, 8. Dezember, laut. Anlässlich des bundesweiten Warntags werden gegen 11 Uhr mehrere Dutzend Sirenen getestet.

Den Gemeinden steht frei, auch kommunale Warnmittel auszulösen. Das können weitere Sirenen und Lautsprecher sein, die nicht überregional angeschlossen sind.

Neben den akustischen Warnsignalen werden die Bürger dieses Jahr erstmalig mittels des eigenen Smartphones informiert. Beim sogenannten Cell-Broadcasting bekommen Handybesitzer eine Nachricht auf ihr Mobiltelefon. Bei älteren Modellen oder Handys, deren Software nicht auf dem neuesten Stand ist, kann es zu Problemen kommen. Auch wenn das Handy aus oder im Flugmodus ist, kommen die Warnnachrichten nicht an.

Einzelne Gemeinden nutzen den Tag auch, um ihre Systeme und Notfallpläne auf den neuesten Stand zu bringen.

Dettenheim überprüft Katastrophenschutzpläne

Die Sirenenanlagen in Dettenheim werden zentral von der Integrierten Leitstelle in Karlsruhe gesteuert.

Die Integrierte Leitstelle verantwortet die Disposition von Einsätzen der Feuerwehr und des Rettungsdienstes. Auch die Funküberwachung gehört zu ihren Aufgaben.

Auch die gemeindeeigenen Katastrophenschutzpläne werden anlässlich des zweiten bundesweiten Warntags getestet. Die Pläne werden dabei auf aktuelle Daten, Vollständigkeit und Plausibilität hin überprüft.

Außerdem habe die Gemeinde bereits Ende November Mitarbeiter bei einer groß angelegten Übung geschult, teilte ein Sprecher mit.

Eggenstein-Leopoldshafen ersetzt Sirenen

In Eggenstein-Leopoldshafen gehen an diesem Donnerstag sieben Sirenen los. Diese werden im ersten Halbjahr 2023 jedoch durch Modelle neuester Bauart ersetzt, heißt es von der Gemeinde.

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Doch neben dem Test der technischen Voraussetzungen geht es beim Warntag auch darum, die Bevölkerung für das Thema Risikovorsorge zu sensibilisieren. Damit kein Bürger durch den Warnton in Panik gerät, haben alle Gemeinden im Karlsruher Norden vorab in den verschiedenen Medien informiert.

Mit besorgten Anrufen rechnet deswegen niemand. Das Ordnungsamt stehe am Warntag jedoch für Fragen zur Verfügung.

In Stutensee tönen 20 Sirenen

In Stutensee sind 20 Sirenen zur Alarmierung der Bevölkerung bei Katastrophenfällen vorhanden und in Betrieb.

Von der Stadt heißt es, dass aus der Vergangenheit keine Fälle von Panik durch den Alarmton bekannt sind. Auch hier können sich Bürger mit Fragen telefonisch und persönlich an das Ordnungsamt wenden.

In Weingarten gab es 2020 Probleme

Der bundesweite Warntag 2020 hat in Weingarten seinen Zweck erfüllt. Damals habe eine Sirene nicht funktioniert, die umgehend ausgetauscht wurde, heißt es von der Gemeinde.

Die Verantwortlichen achten an diesem Donnerstag darauf, ob der Ablauf funktioniert und dass es zu keinen Verzögerungen bei der Warnung und Entwarnung der Bürgen kommt.

Pfinztal war von Verzögerungen betroffen

Ein Problem mit der Verzögerung der Alarmierung gab es 2020 in Pfinztal. Das sei jedoch nicht von der Gemeinde zu verantworten gewesen. Von einem Sprecher heißt es: „Unsererseits haben alle Einrichtungen funktioniert.“

An anderer Stelle sei es zu Verzögerungen gekommen, die dann auch Pfinztal betrafen. Auch in diesem Jahr werden wieder alle Sirenen im Gemeindegebiet getestet.

Linkenheim-Hochstetten hat fünf neue Sirenenstandorte bestimmt

In Linkenheim-Hochstetten hat es 2020 keine Probleme gegeben, teilt die Gemeindeverwaltung mit. Trotzdem habe die Gemeinde die Erfahrungswerte aus dem vergangenen Testlauf genutzt.

Man habe fünf neue Standorte für Sirenen ausgewählt. Alle Sirenen in der Gemeinde werden von der Leitstelle in Karlsruhe gesteuert.

Walzbachtal wartet auf neue Anlagen

Auch in Walzbachtal wird nachgebessert, und das, obwohl die Gemeinde nach eigener Aussage in Sachen Katastrophenschutz „sehr gut aufgestellt“ ist.

Mit der Schaffung des Sirenenförderprogramms in diesem Jahr hat die Gemeinde Walzbachtal im Frühjahr den Aufbau zweier elektronischer Sirenenanlagen beauftragt.

Noch sind die Anlagen jedoch nicht da. Von einem Sprecher heißt es: „Aufgrund der aktuell hohen Anzahl an Sirenenbeschaffungen in ganz Deutschland und der kritischen Personal- und Liefersituation bei den ausführenden Betrieben sowie den unvorhersehbaren Entwicklungen an den Rohstoffmärkten hat sich die Auslieferung jedoch stark verzögert.“

Rathaus und Polizei informieren in Graben-Neudorf

Wie in allen Gemeinden wurden auch in Graben-Neudorf die Bürger über den bundesweiten Warntag informiert. 2020 wurden an den Sirenen im Ort keine Probleme festgestellt, teilt die Gemeinde mit.

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