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Ausgedienter Weihnachtsbaum

Wohin mit dem Christbaum? Hier finden im Landkreis Karlsruhe Sammlungen von Vereinen statt

Einmal im Jahr sind Vereine in der Hardt unterwegs, um alte Christbäume abzuholen. Die alten Gehölzer werden meist an der Straße zum Sammeln ausgelegt. Corona aber hat das Unterfangen erschwert.

Für den CVJM in Linkenheim ist die Christbaumsammlung eine willkommene Einnahmequelle für die Jugendarbeit und ein Anker für das Gemeinschaftsgefühl. Foto: Archiv: Ralf Zimmermann

Das war’s mit Weihnachten! Ob Nordmann, Fichte oder Edeltanne: In der Woche nach dem Jahreswechsel kommt die nadelnde Zierde aus dem Wohnzimmer. Es ist ein Ritual, beinahe wie das Schmücken selbst.

Mit Beginn der Pandemie und den damit verbundenen Regelungen sind einige Weihnachtsbaumsammlungen 2020 ausgefallen. Oder Gemeinden haben umdisponiert.

Wie sieht es denn in diesem Jahr aus? Und warum ist die Sammlung für die Vereine so wichtig? Eines vorneweg: Am Samstag, 8. Januar, ist es in den meisten Gemeinden soweit.

Es ist ein tolles Gemeinschaftsgefühl, wenn wir mit den Traktoren durch den Ort ziehen.
Gunter Jenne, Vorsitzender CVJM Linkenheim

Gunter Jenne vom Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) in Linkenheim blickt mit Spannung dem kommenden Wochenende entgegen. „Es ist ein tolles Gemeinschaftsgefühl, wenn wir mit den Traktoren durch den Ort ziehen. Für uns ist es gute Tradition“, so Jenne. Um 9 Uhr geht es mit den Touren los – wie in den anderen Gemeinden auch, in denen Vereine die Bäume einsammeln, unter Beachtung der Hygienevorschriften.

Christbaum-Sammlung ist für CVJM eine wichtige Einnahmequelle

Um zwei Euro bittet der CVJM für die Abholung eines Baumes – als Spende. „Manchmal ist es auch mehr. Für die CVJM-Organisationen Linkenheim und Hochstetten kommen so insgesamt etwa 2.500 Euro in die Kassen“, erklärt der Vereinsvorsitzende. Das Geld komme direkt der Jugendarbeit zugute. Auch in Hochstetten werden die Bäume vom CVJM eingesammelt.

Auch in einigen anderen Gemeinden wird der CVJM am Samstag, ab Vormittag, aktiv. So starten die Touren der Jugendorganisationen in Stutensee auch um 9 Uhr, allerdings nicht alle in derselben Woche. In Stutensee werden in Spöck und Friedrichstal am 8. Januar abgeholt. In Staffort erst am 15. Januar. In Blankenloch-Büchig entfallen 2022 die Sammlungen, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Dafür könnten ganze Bäume am Blankenlocher Wertstoffhof abgegeben werden.

In Pfinztal werden Christbäume nur in manchen Ortsteilen gesammelt

In Pfinztal wird nicht in jedem Ortsteil eine Abholung angeboten – in Berghausen müssen die Menschen 2022 ihre Christbäume selber entsorgen. In Kleinsteinbach wird der CVJM ab 9 Uhr die alten Hölzer sammeln. In Söllingen und Wöschbach ist es die Freiwillige Feuerwehr.

„Aus Sicherheitsgründen wegen der Pandemie werden die erwachsenen Kameraden die Bäume abholen“, sagt Melanie Becker von der Freiwilligen Feuerwehr Wöschbach. Die Spendeneinnahmen gingen aber dennoch an die Jugendabteilung, betont sie. Übrigens: In Wöschbach kommen jährlich etwa 300 bis 500 Bäume zusammen, in Söllingen gar 700 bis 800.

Acht Traktoren und gut 80 Helfer machen sich in Graben-Neudorf am Samstag ab 9 Uhr auf dem Weg. Auch hier ist der örtliche CVJM Organisator der Sammelaktion. Wie üblich werden zwei Euro Spende pro Baum genommen. „Manche geben aber auch mehr“, so Felix Kappler, CVJM-Vorsitzender. Das Geld komme auch hier direkt der Jugendarbeit zugute. Auch in Weingarten wird es so gehandhabt. In Walzbachtal wird es 2022 keine Sammlung geben – die Bäume können am Wertstoffhof abgegeben werden.

In Eggenstein-Leopoldshafen gibt es Sammelstellen für Christbäume

In Eggenstein-Leopoldshafen gibt es auch in diesem Jahr wegen der Hygieneregeln keinen Verein, der die Bäume abholen wird. Wie die Gemeinde erklärt, gibt es insgesamt 13 Sammelstellen (Übersicht: www.egg-leo.de), an denen die Bäume bis zum 7. Januar abgelegt werden können.

Am Samstag fährt das Unternehmen Grüngut die Gewächse an den Bauhof. „Das sind gut 150 Kubikmeter, die wir da hinfahren“, sagt Inhaber Jochen Bolz. „Wir würden natürlich auch gerne im kommenden Jahr die Sammlung übernehmen. Allerdings wäre mir persönlich noch lieber, wenn Corona ein Ende finden würde“, sagt Bolz.

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