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App für das echte Leben

Student aus Dettenheim möchte mit neuem Start-up Menschen zusammenbringen

An eine Zeit nach Corona mag gerade niemand denken? Bei Lorenz Kopp aus Dettenheim sieht das anders aus: Als Mitglied des Startups „SipTogether“ will der KIT-Student eine App auf den Markt bringen, die nach der Krise unkompliziert junge Menschen vernetzen soll — und das nicht nur on-, sondern auch offline.

Begeistert von der App-Idee: Lorenz Kopp aus Dettenheim unterstützt das Team von „SipTogether“ seit Oktober im Marketing. Foto: Lorenz Kopp

Von unserer Mitarbeiterin

Eva Maria Schauer

Das Jahr 2020 hat gezeigt, dass digitale Plattformen in vielen Bereichen Lösungen für die Corona-Krise bieten. Doch persönliche Treffen und Kontakte kann man auch durch Online-Chats und Videokonferenzen nicht langfristig ersetzen, weil Menschen echte Beziehungen brauchen. Dieses Problem sieht Student Lorenz Kopp aus Dettenheim: „Durch die Pandemie haben viele Menschen den Kontakt zu ihren Freunden verloren, weil sie sich nicht mehr treffen können. Diesen persönlichen Bezug kann man auf Dauer nicht mit Sozialen Medien wie WhatsApp, Snapchat und Co. ersetzen.“ In einem fünfköpfigen Team möchte der Student am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) für die Zeit nach Corona etwas gegen die Einsamkeit entwickeln: Ihre App SipTogether soll dabei besonders jüngeren Menschen helfen, sich nicht nur online, sondern wieder offline zu verbinden.

Startschuss soll am Ende der Corona-Krise fallen

In der App befindet sich eine interaktive Karte, die Freunde und neue Leute in der Umgebung für die Nutzer ausfindig machen soll, damit verschiedene Verabredungen geplant werden können – zum spontanen Spieleabend, zum gemeinsamen Sport oder zur Party.

Solch ein Konzept fehle bisher auf dem deutschen Markt. „Am ehesten könnte man SipTogether mit der Dating-App Tinder vergleichen, jedoch geht es auf Tinder eher um Beziehungen auf romantischer Ebene“, erklärt der 21-jährige Dettenheimer. „SipTogether“soll dagegen dabei helfen, freundschaftliche Bekanntschaften zu machen. Zielgruppe der App seien vor allem Schüler, Studierende, Wohngemeinschaften und Touristen: „Wenn man beispielsweise in den Urlaub fährt und dort niemanden kennt, ist SipTogether perfekt, um unkompliziert und schnell neue Bekanntschaften im Umkreis zu machen“, so Kopp.

Die App soll nach Erscheinen deutschlandweit verfügbar sein. „Den Startschuss für SipTogether legen wir genau auf das Ende der Krise, wenn Bars und Restaurants wieder öffnen dürfen.“ Auch Veranstaltungen und Lokale sollen künftig auf der interaktiven Karte angezeigt werden. „Wir wollen dadurch besonders Künstler und die Gastronomie unterstützen, damit sie nach der schwierigen Corona-Zeit mehr Kundschaft bekommen.“

SipTogether soll so groß wie möglich werden

Der KIT-Student hat auch eine persönliche Motivation, weshalb er an diesem Projekt mitwirken möchte: „Ich wollte immer etwas Neues gründen und bekannt machen, was eine große Hilfe für die Menschen ist.“ Die Idee habe ihn auf Anhieb begeistert: „Es hat perfekt gepasst, weil im Team noch jemand für das Marketing gesucht wurde.“ Als Student des Wirtschaftsingenieurwesens hat ihn diese Aufgabe direkt angesprochen. Neben dem Dettenheimer kommen die vier weiteren Startup-Mitglieder Jan Hecker, Jan Biernacki, Jonas Pfeifhofer und Maximilan Kröll aus Mannheim, Stuttgart und Innsbruck.

Gemeinsam haben sie mit SipTogether unter anderem am Gründerwettbewerb „Grow“ teilgenommen, der jedes Jahr von der Hochschulgruppe PionierGarage am KIT veranstaltet wird. Mit ihrer App kamen sie von rund 70 weltweiten Teilnehmern unter die Top 40. „Gerade nehmen wir mit unserer Idee noch an anderen Wettbewerben teil. Unser Ziel ist es, dass das Projekt dadurch so groß wie möglich wird und die App schlussendlich Erfolg auf dem Markt hat“, erläutert Kopp das weitere Vorgehen des Startups.

Nach dem Erscheinen will der 21-Jährige SipTogether sicherlich auch privat nutzen. Wenn er beispielsweise abends allein ist oder mit anderen Freunden zusammenkommt, sei SipTogether die optimale Möglichkeit, um neue Leute kennenzulernen: „Natürlich bin ich sehr überzeugt von unserer App-Idee, weil ich darin für mich auch einen praktischen Nutzen sehe.“

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