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Die Sache mit dem Apfel

Dettenheimer Landfrauen geben Tipps: So gelingen die Plätzchen

Mehrere Landfrauen haben in Dettenheim-Liedholsheim einen Plätzchen-Workshop veranstaltet. Dabei gaben sie Tipps, wie das Plätzchenbacken erfolgreich wird. Eine Regel ist besonders wichtig.

Die Landfrauen Ellen Rummelfanger (links) und Rita Kammerer beim Plätzchen-Workshop in Liedolsheim. Foto: Lena Ratzel

„Sind die Elisen-Lebkuchen schon fertig?”, tönt es aus der Schulküche der Pestalozzi-Schule in Liedolsheim. Dort versammelten sich die Landfrauen zum jährlichen Plätzchen-Workshop. „Ganz nach Großmutters-Rezepten”, versichert Inge Zimmermann.

Ellen Rummelfanger backt gerade Spritzgebäck, während die anderen Frauen die Elisen-Lebkuchen zuerst auf Obladen setzen und dann mit Zuckerguss und Schokolade bestreichen. „Sind sie zu süß geworden?”, fragt Susan Bolz, nachdem ein paar Stücke von den Lebkuchen schon vernascht wurden. „Nein, sonst wäre es ja kein Zuckergebäck”, lautet der Tenor.

Beim Spritzgebäck läuft die Gebäckpresse warm und die rohen Kekse gelangen auf das Blech. „Zuhause mache ich das Spritzgebäck immer mit einem Fleischwolf, dann geht es schneller”, erzählt Ellen Rummelfanger.

Plätzchen müssen mit viel Liebe gebacken werden

Was man beim Plätzchen backen braucht, ist viel Spaß an der Sache und den haben die Landfrauen sichtlich. „Und die Plätzchen müssen mit viel Liebe gebacken werden, das schmeckt man”, meint Rummelfanger.

Für ihre Familie backt Ellen Rummelfanger jedes Jahr fünf bis sechs Sorten an Weihnachts-Plätzchen, früher waren es sogar acht bis zehn Sorten an Gebäck. „Meistens backe ich Spritzgebäck, Hildabrötle, Kokosmakronen, Buttergebäck und Schokoladenbrot darf natürlich auch nicht fehlen”, erzählt sie.

Wann der beste Zeitpunkt ist, um mit dem Backen zu starten? „Ich fange immer so an, damit ich zum ersten Advent fertig bin”, erzählt Rummelfanger. Zum Backen gehöre aber auch die richtige Musik, Deko und ein bisschen Kerzenschein. „Damit Weihnachtsstimmung aufkommt mache ich mir beim Backen immer eine Weihnachts-CD und Kerzen an”, sagt die Landfrau.

Überblick und Rezept sind wichtig beim Backen

Welche Tipps haben die erfahrenen Landfrauen für das Plätzchen backen? „Das Wichtigste ist, sich immer an das Rezept zu halten und die Mengenangaben genau abzuwiegen”, erzählt Inge Zimmermann. Beim Kochen müsse man die Gewichts-Angaben nicht so ernst nehmen, aber beim Backen habe das oberste Priorität.

Wenn man sich in der Schulküche bei den Landfrauen umschaut, herrscht Sauberkeit und Ordnung trotz der Plätzchen-Produktion. „Das ist wichtig, denn man muss immer bei der Sache bleiben und den Überblick behalten”, erzählt Zimmermann.

Apfel ist ein Geheimtipp

Während des Workshops haben die Landfrauen Spritzgebäck, Buttergebäck, Vanillekipferl und Elisen-Lebkuchen gebacken. Damit diese frisch bleiben, haben sie auch einen ultimativen Tipp: „Die Plätzchen in eine Gebäckdose legen und dunkel, trocken und kühl lagern und dann einen Stück Apfel mit in die Dose legen”, erzählt Inge Zimmermann. Wozu der Apfel? „Damit die Plätzchen schön mürbe werden.”

Eigentlich backen die Frauen für den Liedolsheimer Weihnachtsmarkt, doch dieses Jahr muss er coronabedingt ausfallen. „Vielleicht verkaufen wir die Plätzchen, Marmelade, selbstgestrickte Socken und Schals auf einem kleinen Markt an der Liedolsheimer Kartbahn”, sagt Inge Zimmermann, die Vorsitzende der Landfrauen.

Falls dieser Markt stattfinden kann, findet er am Wochenende des zweiten Advent, also am 4. und 5. Dezember statt. „Wenn die pandemische Lage allerdings schlimmer wird, spenden wir die Plätzchen an Altenheime”, sagt Zimmermann.

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