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Seit 2017 auf dem Bolzhof

Maislabyrinth in Liedolsheim trotz der Corona-Krise

Seit 2017 gibt es das Maislabyrinth auf dem Bolzhof. Vor rund zwei Monaten wurde es angelegt. Bis Ende September kann man sich noch den Weg durch das Feld bahnen, danach wird abgeerntet.

Nur nicht den Überblick verlieren: Auf rund einem Hektar wurde auf dem Bolzhof ein Labyrinth ins Maisfeld gehackt, in dessen Mitte sich eine weiße Aussichtsplattform befindet. Foto: Patric Kastner

Heuballen, Sitzgelegenheiten und dahinter ein zum Kiosk umfunktionierter rostbrauner Container stehen an einem dem Maisfeld auf dem Bolzhof in Liedolsheim. Daneben befindet sich das Hofcafé, ein wenig weiter stehen hohe Silos. Ein Tor weist den Weg in den Irrgarten. Zwei Autos halten.

„Der Kindergeburtstag kommt noch”, sagt Jana Hager, die zusammen mit ihrem Mann Moritz das Maislabyrinth betreibt und gerade Sonnenschirme aufstellt.

„Es ist ja total gemütlich hier”, hört man Saskia Ziemann aus Karlsruhe sagen. Sie ist mit ihrem Sohn Lewin, ihrem Ex-Mann Henning Hofsäß und sechs von Lewins Freunden hierhergekommen. „Wo ist das Geburtstagskind?”, fragt Jana Hager. Das Abenteuer wartet auf die Jungs - ab in den Irrgarten.

Am Eingang: Jana und Moritz Hager betreiben das Labyrinth und das Hofcafé auf dem Bolzhof. Foto: Patric Kastner

Seit 2017 gibt es das Maislabyrinth in der heutigen, großen Form, erzählt Moritz Hager. Am vergangenem Sonntag ging man in die vierte Saison. Die Resonanz sei da schon sehr gut gewesen. „Wir hoffen, dass wir das Angebot weiter fortführen können”, sagt er und verweist auf die Gefahr einer zweiten Coronavirus-Welle.

Schulen oder Kindergärten seien in den vergangenen drei Jahren beispielsweise bei Wandertagen zum Labyrinth gekommen. Dies sei in diesem Jahr weggefallen, erklärt Jana Hager. Man habe eine Entscheidung treffen müssen, ob man die Attraktion in diesem Jahr wieder anbietet.

Maislabyrinth mit Pflegekonzept

„Zwei Tage Arbeit, aber das war es uns wert”, fügt Moritz Hager hinzu. Auch ein Hygienekonzept wurde erstellt: Die Mitarbeiter müssen einen Mundschutz tragen, ebenso die Leute, wenn sie am Kiosk Schlange stehen. Zusätzlich wird gebeten, im Labyrinth den Abstand einzuhalten.

Bis Ende September kann man sich den Weg durch das Feld bahnen, im Oktober wird abgeerntet. Anfang Juni wurden auf rund einem Hektar Wege und Kreise ins Feld gehackt, „wenn die Pflanzen noch jung sind”, erzählt der 28-Jährige.

Das heißt, einen Plan erstellen und Schnüre spannen. Wer nun denkt, dass jedes Jahr die gleichen Wege ins Maisfeld führen, der irrt. „Wir variieren den Plan”, erklärt er.

Jedes Jahr kommen Elemente dazu. Sieben Stationen gibt es auf dem Weg. Diejenigen, die sich hineinwagen, bekommen eine Karte mit einem Kreuzworträtsel. Dieses Jahr gehe es um das Thema Getreide.

Schurstracks zur Aussichtsplattform: Mit Jana und Moritz Hager geht es durch das Maisfeld. Foto: Patric Kastner

Doch wie behält man im Labyrinth den Überblick? Manche seien nervös, wenn sie das Labyrinth betreten. „Aber es gibt keinen Grund nervös zu sein”, erklärt Jana Hager. Bisher seien alle wieder herausgekommen, erzählt sie scherzhaft.

Apropos: Nach einer guten Dreiviertelstunde kommt auch Lewin mit seinen Freunden verschwitzt wieder aus dem Feld. „Ich habe den Weg wieder herausgefunden”, jubelt er. Das Labyrinth sei super. „Aber wir sind noch nicht ganz fertig”, fügt er hinzu.

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