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Honigbienen im Trend

„Die Biene ist die schwerste Art der Tierzucht“ - Was erfahrene Imker Einsteigern raten

Imker sind Probleme bei der Arbeit gewohnt. Viele Faktoren wie Wetter, Standort und Umgebung, aber auch Insektizide und die Varroamilbe können die Imkerei in jedem Jahr bedrohen. Eine Imkerin und Fachberaterin für Bienenprodukte sowie ein sehr erfahrener Imker aus der Hardt erklären, worauf es zurzeit und allgemein ankommt.

Imker mit Erfahrung: Holger Raff aus Linkenheim-Hochstetten kennt Honigbienen seit 60 Jahren. Seine fleißigen kleinen Tiere überwintern derzeit in den Brutkästen. Foto: Dominik Ralser

Viele Menschen verbinden Bienen mit dem Frühjahr oder Sommer. Doch auch im Januar sind die kleinen Tiere fleißig. Während die Königinnen der Wildbienen den Winter weitgehend alleine verbringen und im Frühjahr neue Nester aufbauen, überwintern die Honigbienenvölker der Imker mit etwa 5.000 bis 8.000 Arbeiterinnen, deren einzige Aufgabe es ist, die Königin warm zu halten und zu versorgen. Im Februar und März entstehen die ersten Bienengenerationen.

„Für den Winter werden schon im Juli und August die Weichen gestellt“, erklärt Imkerin Cathrin Kistner aus Graben-Neudorf, die seit etwa zwölf Jahren dort tätig ist. Sie ist zudem Fachberaterin für Bienenprodukte. Eine der größten Bedrohungen für das Überwintern sei die Varroamilbe. Sie nistet sich in die verdeckelte Brut mit ein, schwächt die Bienen und befällt die Larven auf parasitäre Weise. Die neuen Bienen sind dadurch kurzlebig und kaum überlebensfähig.

Aus diesem Grund hat Kistner bei ihren Völkern die Brut entnommen und lässt sie außerhalb des Bienenstocks schlüpfen. Eine Verdeckelung sei in der „brutfreien Zeit“ somit aufgehoben und die Varroamilbe könne sich schwerer vermehren. Imker müssen vorausschauend denken, sagt Cathrin Kistner. „Bei Bienen sind die Folgen der Arbeit oft erst vier bis sechs Monate später spürbar.“

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