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Immer noch Randsportart

Eggensteiner Bouleclub hat über 40 aktive Spieler

Mit der 21-jährigen Anna Fucec hat der Verein jetzt auch eine Vize-Bezirksmeisterin aufzuweisen. Für sie ist der Verein wie eine große Familie.

Anna Fucec (links) und Janaina Cabrera (rechts) beim Training in Eggenstein.
Die frisch gebackenen Vize-Bezirksmeisterinnen Anna Fucec (links) und Janaina Cabrera trainieren in Eggenstein. Foto: Pia Frei

Bei der mittelbadischen Bezirksmeisterschaft der Zweierformation im Boule haben sich die 21-jährige Anna Fucec vom 1. BC Eggenstein und die 14-jährige Janaina Cabrera vom BC Mühlacker den Titel der Vize-Bezirksmeisterinnen geholt. „Bei Turnieren kann man sich aussuchen, mit wem man spielen möchte“, sagt Anna Fucec über die beim Boule Club Rastatt ausgetragene Meisterschaft. „Wir hatten uns keine allzu großen Chancen ausgemalt. Aber dann landeten wir auf dem zweiten Platz.“ Dieses Ergebnis war umso beeindruckender, weil die Finalgegner vom BC Achern erfahrene Spieler aus der ersten Mannschaft der Baden-Württemberg-Liga waren.

Boule ist ein echter Präzisionssport.
Thomas Heine
stellvertretender Vorsitzender

Bei der Wettkampfvariante Pétanque versuchen die gegnerischen Mannschaften, ihre Kugeln so nahe wie möglich an die vorher geworfene Zielkugel, das Cochonnet (Schweinchen), zu werfen. Die Mannschaft, die zuerst 13 Punkte erreicht, gewinnt. Gespielt wird Tête-à-tête (Eins gegen eins), Dublette (Zwei gegen zwei) oder Triplette (Drei gegen drei).

„Boule ist ein echter Präzisionssport“, erklärt Thomas Heine, der stellvertretende Vorsitzende des 1. BC Eggenstein. „Beim Präzisionslegen muss die Kugel möglichst nahe am Cochonnet sein. Beim Präzisionsschießen versuchen die Spieler, die Kugel des Gegners vom Cochonnet wegzuschießen. Als Wettbewerb ist das Präzisionsschießen spektakulär.“

Die Spieler haben pro Entfernung nur einen Schuss frei. Mit dem muss die mittlere Kugel getroffen und weggeschossen werden. „Boule ist ein einfaches Spiel, das jeder nach ein paar Minuten spielen kann“, sagt Heine. „Aber es ist schwer, zu gewinnen.“

Für Anna Fucec ist es nicht nur das Boule Spiel als solches, das sie zum Verein gebracht hat. „Wir sind wie eine große Familie“, sagt sie. Zum Verein ist sie vor rund sieben Jahren über ihren Vater und Großvater gekommen. Zu Beginn hat sie nur ab und zu gespielt. Irgendwann hat sie dann die Lust am Spielen gepackt. Sie hat angefangen, zweimal pro Woche zu trainieren, und spielt nun seit sechs Jahren in der Liga.

Mehr Nachwuchs wäre wünschenswert

Mit über 40 aktiven Spielern und drei Vereinsmannschaften ist der 1. BC Eggenstein sehr sportlich aufgestellt. Die erste und zweite Mannschaft spielt in der Oberliga, die dritte in der Landesliga. Einmal pro Woche treffen sich auch die Senioren. Und vor der Corona-Pandemie gab es sogar eine Boule AG in Kooperation mit der Gemeinschaftsschule Eggenstein (GMS).

„Mehr Nachwuchs wäre wünschenswert“, sagt Thomas Heine. Denn gerade bei Jugendlichen sei Boule leider noch eine Randsportart, die mit anderen Vereinssportarten konkurrieren müsse. Von den Erfolgen seiner Nachwuchstalente ist er begeistert. Denn Vize-Bezirksmeisterin ist nicht der erste Titel, den sich der 1. BC Eggenstein mit seinen ambitionierten Jungspielern geholt hat. Annika Heine, Spielerin im Nationalteam der Juniors, hat in diesem Jahr beim Legewettbewerb der weiblichen Jugend die deutsche Meisterschaft gewonnen. Zuvor waren Annika Heine und Katharina Fucec bereits Landesmeisterinnen.

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