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Kleiner Beitrag zur Eindämmung des Virus

Für Berufstätige aus der Hardt wird die Gesichtsmaske zunehmend zur Normalität

Den ganzen Tag mit dem Mund-und-Nasen-Schutz zu verbringen ist gewöhnungsbedürftig. Doch wie ist es, die Masken tagtäglich am Arbeitsplatz tragen zu müssen? Die Badischen Neuesten Nachrichten haben nachgefragt.

Man gewöhnt sich daran: Marita Bosse, Sabine Wenzel sowie Karin und Elena Schmiglewsky (von links) von der St. Martin-Apotheke in Walzbachtal-Jöhlingen tragen wegen des ständigen Kundenverkehrs die meiste Zeit des Tages eine Maske. Foto: Arnd Waidelich

Von Lena Ratzel

Der Mundschutz gehört seit geraumer Zeit genauso zum Alltag wie das Mitführen von Schlüssel, Handy oder Geldbeutel. Mit einem Mundschutz hat man im vorigen Jahr noch den Besuch im Krankenhaus oder bei einem Arzt verbunden. Heute verbinden die Menschen mit dem Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ein Stück Eigenschutz vor dem Coronavirus.

Die oft bunten und einzigartigen Masken sollen die Ansteckung per Tröpfcheninfektion vermeiden. Außerdem erinnern sie die Träger daran, die Abstandsgebote einzuhalten.

Kontrovers ist dieses Thema allemal, denn ob Masken tatsächlich vor einer Übertragung schützen, hängt von vielen Faktoren wie Material oder Nutzung der Masken ab. Außerdem sind nicht nur Mund und Nase potenzielle Kontaktpunkte mit Viren, sondern auch Hände oder Gegenstände.

Um die Masken effektiv zu nutzen, müssen sie regelmäßig gewechselt oder gewaschen werden. Halbherziges Tragen hilft nichts, denn Mund und Nase müssen vollständig bedeckt sein.

Das mag lästig sein und angeschlagene Brillen verursachen, aber das ist wohl das kleinste Übel. Doch wie ist es, die Masken tagtäglich am Arbeitsplatz tragen zu müssen? Die Badischen Neuesten Nachrichten haben nachgefragt.

In der Seniorenresidenz Dettenheim sind Masken unumgänglich

”Die Masken sind in der Pflege unumgänglich, da wir direkten Kontakt zu Bewohnern der Pflegeheime haben”, erzählt eine Mitarbeiterin der Seniorenresidenz Dettenheim. “Wir müssen lernen damit umzugehen und die Masken ertragen, auch wenn sie uns ein Stück Freiheit nehmen.” Die Alltagsmasken helfen ein Stück weit Normalität zurückzuerhalten.

Genießt man das öffentliche Leben in Restaurants oder Cafes, muss man beim Betreten der Lokalität eine Maske tragen, bis man den Sitzplatz erreicht hat. Anders ist es für Kellner, die ihre komplette Arbeitszeit eine Maske tragen müssen. „Ich trage die Maske sehr gerne, wenn ich einen kleinen Teil dazu beitragen kann, die Pandemie einzudämmen”, erzählt Laetitia Nees aus Eggenstein-Leopoldshafen, die neben ihrem Hauptberuf als Kellnerin im “Vogelbräu” Durlach aushilft.

Für mich ist es bereits zur Normalität geworden
Laetitia Nees Kellnerin und Bierkönigin

“Für mich ist es bereits zur Normalität geworden, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, obwohl es an heißen Tagen schnell unangenehm werden kann”, erklärt die amtierende Bierkönigin. Unter einer Maske kann man seinen Gästen nicht schnell mal zulächeln, oder etwa doch?

„Ich lache auch unter der Maske, denn ich bin davon überzeugt, dass die Gäste mein Lächeln anhand meiner Augen und Gesichtszüge trotz der Maske erkennen können”, erzählt die Bierliebhaberin.

Bierkönigin Nees hat Nachbarschaftshilfe in Eggenstein-Leopoldshafen ins Leben gerufen

Die Alltagsmasken stehen Laetitia Nees noch aus einem ganz anderen Grund nahe, denn die 25- Jährige hat die Nachbarschaftshilfe Eggenstein-Leopoldshafen ins Leben gerufen.

Deren Helfer nähten rund 3.000 Stoffmasken, die Privatpersonen in der Gemeinde sowie gemeinnützigen Organisationen in der Region gespendet wurden. Spezialmasken sollten immer noch dem Gesundheitswesen vorbehalten werden, denn für die breite Masse genügt eine Alltagsmaske.

Mit Mut zu Selbstgemachtem griff auch ein Supermarkt in Rußheim zur Nähmaschine, sodass alle Mitarbeiter neben Einweg-Masken, auch eine handgefertigte Maske erhielten.

”Ob Face Shield, Einweg-Maske, oder eine selbstgenähte Maske, wir tragen die Masken gerne, denn damit schützen wir nicht nur uns, sondern auch unsere Mitmenschen”, erklärt eine Mitarbeiterin des Supermarkts. “Mittlerweile ist das Tragen der Maske für uns zur Gewohnheit geworden, die während der Arbeit gar nicht mehr stört.”

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