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Warten auf Vorgaben aus Stuttgart

Eggenstein-Leopoldshafen muss Betreuungsangebot ausbauen

Die steigende Entwicklung im Ganztagsbereich bei Kindern über drei Jahren macht zwei zusätzliche Gruppen ab dem Kindergartenjahr 2024/25 erforderlich

Zur Deckung des Kinderbetreuungsbedarfs in Eggenstein-Leopoldshafen sollen zwei zusätzliche Gruppen in der evangelischen Kita „Rheinpiraten“ in Leopoldshafen eröffnet werden. 
Zur Deckung des Kinderbetreuungsbedarfs in Eggenstein-Leopoldshafen sollen zwei zusätzliche Gruppen in der evangelischen Kita „Rheinpiraten“ in Leopoldshafen eröffnet werden. Foto: Alexander Werner

Ab dem Schuljahr 2026/27 greift der Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung für Grundschüler. Dies war ein wesentlicher Punkt beim Sachstandsbericht zur Bedarfsplanung der Schulkindbetreuung im Gemeinderat Eggenstein-Leopoldshafen. Zum Stand Anfang September verfügt die Gemeinde über rund 550 Betreuungsplätze in den Sparten Kernzeit, Hort und die an der Gemeinschaftsschule (GMS) als Ergänzung zur Ganztagsschule angebotene erweiterte Betreuung.

„Zum Frühjahr ist die Nachfrage in allen Betreuungsarten unverändert und sicherlich gut, wobei wir speziell im Blick auf den Rechtsanspruch gut aufgestellt sind und keinen Neubaubedarf für Schulräume sehen“, resümierte Hauptamtsleiter Jürgen Ehrmann. Mehrbedarf könne man decken, sagte er und bezog dabei Engpässe im Hort der Lindenschule ein. Dort wird weiterhin damit gerechnet, dass die Anmeldungen das Angebot übersteigen werden. Ausbaumöglichkeiten sind nicht vorhanden. Der Bedarf kann aber über andere Schulen gedeckt werden.

Grundschule Leopoldshafen hat noch Räume in Reserve

Die Leopoldshafener Grundschule verfüge räumlich über Reserven und die Gemeinschaftsschule noch über Bauflächen, so Ehrmann. Derzeit wird nicht damit gerechnet, dass der Bedarf bei gleichbleibenden Kosten für die Betreuung massiv ansteigen wird. Mit dem bestehenden Angebot hätten Eltern vielfältige Möglichkeiten, ihre Kinder ganztägig betreuen zu lassen.

Wie Ehrmann betonte, warte man wie auch bei der Kita-Betreuung nach wie vor und dringlich auf genaue Vorgaben aus Stuttgart. Zur Schulkindbetreuung arbeitet die verwaltungsinterne Arbeitsgruppe noch abschließende Vorschläge aus. Die Verwaltung plant, nach Klärung noch offener Fragen das Thema im ersten Quartal 2024 nochmals in den Gemeinderat einbringen.

Die turnusmäßige Fortschreibung der Kindertagesbetreuung basiert zum Stand September auf 776 Betreuungsplätzen für Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt. Im U3-Bereich erreicht die Betreuungsform mit verlängerten Öffnungszeiten (VÖ) mit 87 Prozent, bei Kindern über drei Jahren die Ganztagsbetreuung mit 86 Prozent die höchsten Auslastungsquoten.

Festzustellen war, dass sich die bereits zurückliegend angekündigte hohe Auslastung im U3-Bereich der Gruppen mit verlängerten Öffnungszeiten in der Krippe (VÖK) fortsetzt. Eine Erleichterung werde mit dem Betreuungsstart der beiden VÖK-Gruppen der Kita „Rheinpiraten“ einhergehen. Nach einigen Verzögerungen sei der Start nun für Januar 2024 geplant.

Bei der Ganztagsbetreuung der Kinder unter drei Jahren ist die Auslastung mit den aktuellen Platzkapazitäten ausreichend. Um den Betreuungsbedarf im U3-Bereich zu decken, werden vier VÖK-Gruppen einschließlich der beiden bereits geplanten Gruppen der evangelischen Kita „Rheinpiraten“ als notwendig erachtet. Dieses Ziel wird bereits seit der Bedarfsplanung im März verfolgt. Auch die geplante TigeR-Gruppe (Tagespflege in geeigneten Räumen) soll perspektivisch zur Entlastung der U3-Zahlen beitragen.

Besprechungszimmer im Kronesaal wird nochmals überprüft

Die steigende Entwicklung im Ganztagsbereich bei Ü3-Kindern bildet die Bedarfsplanung mit einer unzureichenden Platzkapazität ab dem Kindergartenjahr 2024/25 ab. Daraus ergibt sich ein dringend notwendiger Ausbau im Umfang von zwei Gruppen. Im Bereich der verlängerten Öffnungszeiten sind die Kapazitäten weiter nicht ausgelastet. Bei kurzfristig umsetzbaren Lösungen setzt die Gemeinde an der Umwandlung von VÖ-Plätzen an, bei denen die Auslastung zurückgeht. In diesem Sinn sollen in der „Spielkiste“ eine oder zwei altersgemischte Gruppen für Zwei- bis Sechsjährige sowie im „Malkasten“ eine altersgemischte Gruppe für Ein- bis Sechsjährige umgesetzt werden. Entsprechend geht es im „Regenbogenexpress“ um zwei GT (Ganztag)/VÖ-Gruppen bei Beibehaltung einer GT-Gruppe.

Zum anderen wird das Bauamt prüfen, ob es geeignete Flächen zur Realisierung einer viergruppigen Einrichtung mit zwei VÖK- Gruppen und zwei GT-Gruppen gibt. Darüber soll zur Bedarfsplanung im Frühjahr berichtet werden. Bei der Kindertagespflege werden derzeit 16 Kinder von vier Personen betreut. Freie Plätze sind nicht vorhanden. Die geplante Nutzung eines Raums im Kronesaal als Besprechungszimmer für die „Spielkiste“ wird nach kritischem Statement von Jutta Zimmermann (SPD) nochmals überprüft.

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