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Kommentar zum Tod von zwei Rehen

Gleichgültigkeit ist mit Argumenten nicht zu schlagen

Gleichgültigkeit ist, wenn mich etwas nicht berührt. Gleichgültigkeit ist auch, wenn mir etwas wo vorbei geht. Ausdrücke der Gleichgültigkeit sind oft: Egal, interessiert mich nicht, juckt mich nicht.

Ein kraftloses Bündel: Eines der Rehe lag nach den Strapazen im kalten Hochwasser völlig erschöpft am Damm. Foto: Thomas Riedel

Wenn ich mich an einem Sonntagmittag zum Rheindamm in Eggenstein-Leopoldshafen aufmache, um das Hochwasser zu sehen, dann ist das nicht verwerflich. Es kann nicht jeder wissen, dass er mit seinem Spaziergang, seiner Radtour oder seiner Fotosession Wildtiere gefährdet.

Es ist auch nicht jedem klar, dass die Dämme bei Hochwasser eine der wenigen trockenen Flecken sind, wo Rehe sich ausruhen und auf Nahrungssuche begeben. Und längst kann nicht jeder wissen, dass ihre Menschenscheu sie bei Annäherung ins Wasser treibt.

Wenn aber Feuerwehr und Polizei mich eindringlich darum bitten, den Damm zu verlassen und mir im Zuge dessen den ganzen Sachverhalt erklären. Wenn ich beim Betreten des Dammes das Polizeiabsperrband zur Seite schiebe, dann weiß ich, worum es hier geht. Und es ist mir egal, wer zu schaden kommt.

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