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Schmierereien und Beschädigungen

Städte und Gemeinden im Landkreis Karlsruhe beklagen zunehmenden Vandalismus

Eingeworfene Scheiben an Haltestellen, Farbschmierereien an Gebäuden und wilder Müll - aus Sicht der Gemeinden wird Vandalismus zunehmend zum Problem.

Leidtragendes Kleindenkmal: Das alte Eggensteiner Pumpenhaus ist latent durch Farbschmierereien verunstaltet. Der ebenso massiv betroffene Innenraum wurde bereits vergittert. Foto: Alexander Werner

Vandalismus ist seit Jahren in Kommunen zunehmend ein Thema. In Eggenstein-Leopoldshafen machten unlängst die Gemeinderäte ihrem Unverständnis über das sinnlose Treiben Luft. An der Gemeinschaftsschule spitzte sich die Lage zu; dort kam es bereits beim Neubau der Spielanlage zu Beschädigungen.

„Vandalismus in verschiedener Form haben wir leider immer wieder“, teilt Bürgermeisterreferentin Regine Hauck mit. Dauerbrenner seien Beschmierungen mit Graffiti sowie die Beschädigung von Verkehrseinrichtungen wie etwa von Schildern und Pfosten. Beliebtes Ziel seien auch die Straßenbahnhaltestellen und Spielplätze. Und: Das alte Eggensteiner Pumpenhaus ist latent durch Farbschmierereien verunstaltet. Der ebenso massiv betroffene Innenraum wurde bereits vergittert.

In Linkenheim-Hochstetten sorgen trotz Kontrollen durch Gemeindevollzugs- und Sicherheitsdienst seit Jahren Vorkommnisse am Brennpunkt Schulzentrum für Ärger. In der Konsequenz stellte die Kommune einen Streetworker ein und beschloss im nächsten Schritt, ein Jugendzentrum einzurichten. Das soll zumindest einen Teil der auch ins Neubaugebiet ausweichenden Jugendlichen einbinden.

Ordnungsdienst kontrolliert am Abend und am Wochenende

„Schulhof, Baggersee, der Bereich um den Wartturm und Sitzbänke im Außenbereich sind Brennpunkte, aber nicht die einzigen betroffenen Stellen“, berichtet Öffentlichkeitsbeauftragte Vanessa Graf aus Weingarten. „Es gebe immer wieder und auch in den Abendstunden und an Wochenenden Kontrollen durch den Vollzugsdienst“, fährt sie fort.

Wenn Menschen, überwiegend Jugendliche, angetroffen würden, setze man auf Gespräche und Aufklärung. Es würden auch Personalien kontrolliert, wenn Verdacht bestehe, dass Jugendschutzbestimmungen missachtet werden. An diesen Abenden komme es selten zu Zerstörungen oder Vermüllungen. „Leider sind die Treffpunkte nicht fix und daher schwer zu 100 Prozent zu kontrollieren“, gibt sie zu bedenken.

Seit geraumer Zeit beobachten wir einen Anstieg von Vandalismus.
Timur Özcan, Bürgermeister Walzbachtal

„Seit geraumer Zeit beobachten wir einen Anstieg von Vandalismus. Das reicht von Schmierereien mit Graffiti über wild umhergeworfenen Müll bis zu Sachbeschädigungen und Diebstahl von Gemeindeeigentum“, fasst Bürgermeister Timur Özcan (SPD) die Lage in Walzbachtal zusammen. Vermehrt betroffen sei aktuell der Grillplatz „Fraueneiche“ und der Bike-Park Wiesenmühle. An beiden Standorten sei es jüngst zu Sachbeschädigungen, Verunreinigungen sowie Diebstahl gekommen.

„Die regelmäßigen Kontrollen werden von der Bevölkerung sehr positiv wahrgenommen. Auch findet dadurch ein Dialog mit den Bürgern statt“, ergänzt er. Die Jugendsozialarbeiterin werde eingebunden. So würden unter anderem auch vorbeugende Maßnahmen ergriffen wie Aufklärung von Jugendlichen und gemeinsame Projekte. Zu den Verursachern könnten aber könnten allgemein keine Aussage getroffen werden, da sie bislang nicht festgestellt wurden.

In Stutensee ist Vandalismus eher selten

Stutensees Öffentlichkeitsbeauftragter Lukas Lang resümiert, dass bei den Kontrollen gelegentlich auch kleinere Vandalismus-Delikte registriert würden. Dies sei jedoch eher selten und beschränke sich zumeist auf Sachbeschädigungen wie Farbschmierereien. Diese würden umgehend zur Anzeige bei der Polizei gebracht.

Auch Graben-Neudorfs Bürgermeister Christian Eheim (SPD) weist auf die regelmäßigen Kontrollen hin. An der gerade erweiterten und frisch renovierten Pestalozzischule fällt eine großflächige Wandschmiererei zum Jugendzentrum hin ins Auge. Laut Jugendzentrumsleiter Rafael Dreher würden sich Vorfälle indessen in Grenzen halten.

Dettenheims Hauptamtsleiter Swen Goldberg informiert, dass in Absprache mit dem Polizeivollzugsdienst und den Hausmeistern bestimmte Stellen überprüft werden. „Vandalismus im großen Stil ist freudigerweise nicht zu verzeichnen“, bilanziert er. Selten komme es an der Pfinzhale Rußheim zu Verunreinigungen.

Eine ganze Reihe von Problemen in Pfinztal

Aus Pfinztal listen die Zuständigen eine ganze Reihe von Vorfällen auf. Baumschändereien, entfernte Schachtdeckel und beschädigte Straßeneinlaufabdeckungen gehören ebenso dazu wie an AVG-Haltestellen zerstörte Scheiben der Wartehäuschen, eingetretene Mauersteine am Bahnhof Berghausen und zertrümmerte Sitzbanklatten. Weitere Beispiele geben beschädigte Denkmäler. Beschädigungen von Geräten, Sitzgruppen und Zäunen sowie Spielgeräten an Spielplätzen.

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