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Betroffene aus dem Raum Karlsruhe berichten

Taxifahrer in der Pandemie: Die Fahrt zur Disco gibt es nicht mehr

Ohne feste Daueraufträge würden bei vielen Taxiunternehmen aus dem nördlichen Landkreis die Lichter ausgehen. Krankenfahrten und ÖPNV-Fahrdienste sollen die Löcher stopfen, die die Corona-Pandemie gerissen hat.

Neues Standbein: Eine gewichtige Rolle spielt bei Secgin Cumas Taxifirma der ÖPNV-Dienst „MyShuttle“. Ein zentraler Anlaufpunkt ist die Grenzstraße in Linkenheim-Hochstetten. Foto: Alexander Werner

Wer im ländlichen Raum mit einem Taxiunternehmen überleben will, muss flexibel sein. Feste Taxistandorte mit vielen Individualfahrten wie in der Großstadt sind dort die Ausnahme. Edgar Riexinger, der eine Firma mit seiner Frau Sandra in Linkenheim-Hochstetten betreibt, erinnert sich noch an Zeiten, als Fahrgäste sich häufiger nach Wirtschaftsbesuchen abholen ließen. „Das ging immer mehr zurück und schlief komplett ein. In Coronazeiten geht da sowieso gar nichts mehr“, berichtet er. Wegen der Pandemie fahre man zudem nach 20 Uhr nur noch in Notfällen aus.

Zubringerfahrten zu Flughäfen sind ebenso nicht mehr von Belang. Dieser Dienst würde in der Regel per Bahn in Reisebüros gleich mitgebucht, ergänz Riexinger. Ein weiterer Aspekt sei, dass bei den Leuten heutzutage auch das Geld nicht mehr so locker sitze.

„Ohne Festaufträge wären wir längst pleite“, resümiert Riexinger. Insofern bedient er mit seinen neun Fahrzeugen und im Schnitt 50 Kunden am Tag in hohem Maß Einrichtungen im Auftrag von Landkreis oder Kommune wie die Hagsfelder Werkstätten oder die Albert-Schweitzer-Förderschule in Linkenheim. Dazu kommen regelmäßige Krankenfahrten, Beförderungen von Menschen zur Dialyse, zu Therapien und zu Ärzten. Wenngleich sich auch dabei Corona auswirke, sei er damit bislang gut durchgekommen, erläutert Riexinger. Mehrfahrten durch coronabedingt eingeschränkte Fahrgastbelegungen würden von den Auftraggebern getragen.

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