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Pionierin im Rathaus

Manche Kollegen ignorierten sie: Als Frau in den 70ern im Gemeinderat von Eggenstein-Leopoldshafen

Mit dem Einzug von Ursula Rattke in den Gemeinderat Eggenstein-Leopoldshafen 1975 brachen für die Männer im Plenum andere Zeiten an – auch, wenn es einige am Anfang nicht wahrhaben wollten.

Ursula Rattke bei der Einweihung eines Spielplatzes. Foto: Archiv Rattke

Es ist 2021 und Frauen sind in den hiesigen Gemeinderäten immer noch unterrepräsentiert. Immerhin, die Situation habe sich verbessert, sagt Ursula Rattke. Sie hat einen ganz guten Überblick darüber, denn 1975 war sie mit Gerda Bechthold (SPD) die erste Frau, die in den gerade gewählten Gemeinderat der frisch fusionierten Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen einzog.

Ihre männlichen Kollegen fremdelten. Frauen im Gemeindeparlament waren für sie ungewohnt, ein echtes Novum. Und ihr Verhalten ließ daran kaum einen Zweifel.

Aber der Reihe nach: Ursula Rattke war eine „Neig’schmeckte“, ursprünglich aus Wiesbaden kommend. Mit ihrem Mann, der am damaligen Kernforschungszentrum eine Anstellung gefunden hatte, zog sie 1959 nach Leopoldshafen. „Ich habe damals schon angefangen, im Verein Sportgruppen für Frauen zu organisieren. Da war ich die Erste, die so etwas versucht hatte.“

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