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Akzeptanz der Kunden für Regeln ist wichtig

Einzelhändler in der Hardt hoffen auf das Weihnachtsgeschäft

Weihnachten rückt näher und damit auch das traditionelle Weihnachtsgeschäft. Bereits in den letzten Jahren hatten hier die Einzelhändler durch den aufstrebenden Onlinehandel mit großen Herausforderungen zu kämpfen. In diesem Jahr kommt Corona noch dazu. Wie sieht es bei den Einzelhändlern in Weingarten, Linkenheim und Stutensee aus?

Vorbereitet für Weihnachten: Susi Zacharias hofft trotz den aktuellen Umständen auf das Weihnachtsgeschäft. Foto: Foto: Nico Fischer

Im Sporthaus Sommerlatt im Blankenlocher Gewerbegebiet Hasenbiel finden Sportbegeisterte der verschiedensten Disziplinen passende Bekleidung und Ausstattung. Aber: durch die Schließung von Sportstätten wie Sporthallen oder Bädern hat man grundsätzlich weniger Nachfrage: „Die letzte Schwimmbrille haben wir vor drei Wochen verkauft und auch Fußbälle sind so gut wie nicht gefragt“, wie Inhaber Thomas Sommerlatt erläutert.

Und auch beim Weihnachtsgeschäft rechnet er mit Einbußen. Das hängt auch damit zusammen, dass die Sportvereine in diesem Jahr keine Weihnachtsfeiern ausrichten können. Gerade im Zusammenhang mit diesen Feiern bestellen die Vereine oft Dinge, wie Sommerlatt schildert. Grundsätzlich hofft er, dass die Maßnahmen nicht verschärft werden müssen: „So besteht die Chance, dass noch das ein oder andere Geschenk für Weihnachten gekauft wird.“ Aber: so wie in den letzten Jahren wird es in diesem Jahr nicht sein, macht der Inhaber deutlich.

Schaufenster als kreative Abhilfe beim Kundenandrang

In Weingarten ist das „La casetta del caffé“ in der Lepp-Passage die Anlaufstelle für alle Freunde von Kaffee und Schokolade. Weihnachtliche Hohlfiguren, Lebkuchen, Panettone, Baumkuchenspitzen und vieles mehr gibt es dort für eine süße Weihnachtszeit zu kaufen. „Wir haben das volle Programm bestellt“, sagt Inhaberin Susi Zacharias.

Die Hoffnung auf das Weihnachtsgeschäft ist auf jeden Fall da, wie sie schildert. Schwierig ist natürlich der Umstand, dass die Anzahl der Kunden im Geschäft durch die aktuellen Regelungen sehr stark begrenzt ist: „So können sich die Leute nicht gleichzeitig umschauen und damit dauert natürlich der jeweilige Einkauf auch länger“,wie Zacharias deutlich macht.

Eine kreative Abhilfe sind dabei die Schaufenster des Geschäfts, in denen es bereits einen kleinen Überblick über das Angebot gibt. Außerdem wird es eine Ausgabe über ein Fenster geben, an dem die Kunden an den Freitagen und Samstagen die Artikel entgegennehmen können. Grundsätzlich hofft Zacharias, dass die Leute Verständnis für die Regeln aufbringen, auch wenn diese in jedem Laden unterschiedlich sind.

Wenig Kundenverkehr wird mehr geschätzt

Eine traditionsreiche Adresse ist das Haushaltswarengeschäft Keller in Weingarten. Dort hat man grundsätzlich die Erfahrung gemacht, dass der Lockdown für Veränderungen gesorgt hat: „Geschenkartikel verkaufen wir nur noch sehr wenig, die Kunden kaufen verstärkt Artikel für Haushalt und Küche“, wie Susanne Kräutler deutlich macht. Grundsätzlich spiele der Internethandel eine große Rolle, wie Kräutler weiter schildert.

„Allerdings schätzen die Kunden im Moment schon die kleineren Geschäfte“, wie sie ausführt. Zum einen wegen des geringeren Kundenverkehrs und zum anderen aufgrund des Umstandes, dass man besser die Abstände und Hygienevorschriften einhalten kann. Außerdem wird auch „eine gute Beratung und das persönliches Gespräch sehr geschätzt“, wie Kräutler weiter darlegt. Grundsätzlich rechnet sie mit einem „durchschnittlich gutem Weihnachtsgeschäft.“

Bei Spielwaren Luhmann in Pfinztal geht das Weihnachtsgeschäft auch los. Dabei macht man die Erfahrung, dass die Leute bereits frühzeitig sich um die Geschenke kümmern und diese besorgen. Eine Hilfe ist dabei das virtuelle Angebot: man kann sich virtuell durch den Laden führen lassen und so aussuchen -- eine Möglichkeit, die man bereits beim Lockdown im März angeboten hat.

Geschenke statt Weihnachtsfeiern

Zwar ist das Unternehmen PR Werbepräsente in Weingarten kein klassischer Einzelhandel, aber auch hier spielt das Weihnachtsgeschäft eine Rolle. „Und das ist für dieses Jahr bereits nahezu durch“, wie die Inhaberin Petra Ruf-Wobbe schildert. Denn: „Die Artikel haben eine gewisse Vorlaufzeit, so dass sie rechtzeitig vor Weihnachten bestellt werden müssen“. In diesem Jahr hat man die Erfahrung gemacht, das die Unternehmen als Ersatz für die Weihnachtsfeiern ihren Mitarbeitern Geschenke machen.

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