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Kraft der Sonne nutzen

Graben-Neudorf gibt rund 160.000 Euro für Photovoltaik aus

Die Kraft der Sonne nutzen – das will die Gemeinde Graben-Neudorf. Auf den Feuerwehrhäusern sowie auf der Kita „Sonnenschein“ sollen Anlagen entstehen.

Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach eines Hauses in Haren. Die Solarwirtschaft sieht die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes als „Marktbremse“.
Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach: Die Gemeinde Graben-Neudorf will bei kommunalen Gebäuden solche Anlagen installieren. Eine Analyse wurde nun im Gemeinderat vorgestellt. Foto: Friso Gentsch/dpa

Wie der Klimaschutzbeauftragte der Kommune, Stefan Stängle, zu Anfang des Tagesordnungspunkts in der jüngsten Gemeinderatssitzung betonte, ist es erklärtes Ziel der Gemeinde, viele Dächer kommunaler Liegenschaften mit Photovoltaikanlagen auszustatten.

„Wir haben schon einige Dächer mit Photovoltaik ausgestattet, jetzt geht es darum, weitere Dächer zu belegen“, sagte er im Gespräch mit den BNN.

Gemeinderat stimmt für Ausschreibung

Der Gemeinderat stimmte dafür, die Bauleistungen für die Anlagen auf den Dächern des Feuerwehrhauses in Graben und in Neudorf sowie im Kindergarten Sonnenschein auszuschreiben. Die Gesamtkosten sind mit 157.000 Euro angesetzt. Die Gemeinde hat für Photovoltaik auf gemeindeeigenen Flächen 350.000 Euro im Haushalt eingestellt.

Christian Bach von der Ingenieurgesellschaft IBS präsentierte den Gemeinderäten die Analyse für neun gemeindeeigene Gebäude. Am Feuerwehrhaus in Graben empfiehlt er, eine Anlage mit 16,5 Kilowatt Maximalleistung zu installieren. Kostenpunkt hier: rund 25.000 Euro. Für die Kita Sonnenschein präsentierte Bach gleich drei Varianten, wie die Module aufgestellt werden könnten.

Sein Rat: Die erste Variante, deren Spitzenleistung bei 63,4 Kilowatt liegt. Aus der Präsentation geht hervor, dass sich bei dieser Variante rund 21 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen lassen. Die Kosten für die 169 Module liegen bei rund 92.000 Euro.

Für das Feuerwehrhaus in Neudorf soll eine Anlage mit 32 Modulen installiert werden. Vom erwarteten Ertrag an Sonnenenergie von rund 11.000 Kilowattstunden pro Jahr gehen rund 10.000 Kilowattstunden in die Eigennutzung.

Die Kosten hier: etwa 40.000 Euro. Wie Stängle betonte, wird im Feuerwehrhaus Neudorf auch ein Stromspeicher eingebaut, um den Anteil der Eigennutzung zu erhöhen.

Jetzt geht es darum, weitere Dächer zu belegen.
Stefan Stängle, Klimaschutzbeauftragte der Kommune

In den nächsten Schritten sollen das Jugendzentrum in der Fichtestraße und die Pestalozzi-Schule mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden. Stängle sagte, er hoffe, dass man in diesem Jahr mit entsprechenden Vorschlägen in den Gemeinderat gehen kann, um die Vorhaben zu konkretisieren.

Einige der untersuchten Dächer können aus statischen Gründen keine Anlage tragen, sagte Bach. Das sei beispielsweise beim Dach der Adolf-Kußmaul-Schule der Fall. Auch beim Dach des Bauhofs, wenngleich mit einer großen Fläche geradzu dafür prädestiniert, wurde aus statischen Gründen davon abgeraten. Auch auf der Pestalozzi-Halle kann keine PV-Anlage installiert werden.

Hausaufgaben gemacht

Auf Nachfrage von CDU-Gemeinderat Klaus Wihelm, warum man im Ortsteil Neudorf nur das Feuerwehrhaus bedacht habe und nicht die Sporthalle der Erich-Kästner-Grundschule, sagte der Klimaschutzbeauftragte der Gemeinde, dass noch einige Gebäude zu prüfen seien.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagte Bürgermeister Christian Eheim (SPD). Jetzt gehe es darum, Unternehmen für die Konstruktion zu finden.

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