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Sechs Monate Baustelle

Nördliche Karlsruher Straße in Graben-Neudorf ist nach Sperrung wieder freigegeben

Ein halbes Jahr lang war die nördliche Karlsruher Straße in Graben-Neudorf dicht, auch die Sanierung der Pfinzbrücke stand an. Jetzt rollt der Verkehr wieder – und die Bürger freuen sich bei einer kleinen Feier über die Freigabe.

Seine große Freude über den Abschluss der Arbeiten teilte Bürgermeister Christian Eheim (vorne Mitte) mit Gemeinderäten, Gemeindemitarbeitern und vielen Bürgern. Foto: Alexander Werner

Zu Bläserklängen des Musikvereins Graben feierte eine größere Schar von Graben-Neudorfern jetzt nachträglich die Wiederinbetriebnahme der Pfinzbrücke und der nördlichen Karlsruhe Straße. Derweil rollte der Verkehr weiter wie schon seit der Freigabe der sanierten und umgestalteten Strecke in der vergangenen Woche.

„Die Brücke hat für unsere Gemeinde eine ganz besondere Bedeutung“, sagte Bürgermeister Christian Eheim (SPD). Er erinnerte daran, dass bereits 1566 vor über 450 Jahren ein Übergang erwähnt und 1749 die erste steinerne Brücke eingeweiht worden sei.

Einst war sie Grenze zwischen der Markgrafschaft Baden und dem Fürstbistum Speyer und bis zum Gebietstausch 1935 auch der Gemarkungen Graben und Neudorf. „Sie steht heute zwar an beiden Enden auf Grabener Gemarkung, aber dennoch verbindet sie unsere beiden Ortsteile. Sie hält unsere Gemeinde zusammen.“

Nördliche Karlsruher Straße in Graben-Neudorf war ein halbes Jahr gesperrt

Umso schmerzlicher sei gewesen, dass die Gemeinde sie wie die Straße ein halbes Jahr lang sperren musste. „Die Graben-Neudorfer haben sich dabei von ihrer besten Seite gezeigt, mit Disziplin und Geduld Umwege in Kauf genommen und Alternativen gesucht“, sagte er. Ganz besonders die Anwohner hätten mit großem Verständnis reagiert.

Das seit 2016 laufende Sanierungsgebiet „Graben/Moltkestraße“ bezeichnete Eheim als eines der wichtigsten Projekte seiner Amtszeit. „Es liegt mir besonders am Herzen, weil wir mit kräftigen Zuschüssen unseren Grabener Ortskern pflegen.“ Viele Hausbesitzer hätten mit Fördermitteln aus dem Programm saniert, die Gemeinde erneuerte Straßen, Wege und Brücken im Gebiet.

So haben sich Karlsruher Straße und Pfinzbrücke in Graben-Neudorf verändert

„Die Investitionen für die Sanierung der Straße und Brücke belaufen sich auf 1,5 Millionen Euro. Das ist eine enorme Summe und das Ergebnis kann sich sehen lassen.“ Der Landeszuschuss habe bei 675.000 Euro gelegen. Die Straße sei nun auf Regelmaß zurückgebaut. Es gebe breitere Gehwege für die Fußgänger und Markierungen für den Radverkehr.

Die Fußgängerampel an der Schlossstraße wurde erneuert und die Bushaltestellen wurden barrierefrei umgebaut. In diesem Abschnitt der Karlsruher Straße gelte jetzt Tempo 30. Denn der Verkehrslärm habe die Grenzwerte deutlich überschritten.

Was wir nicht wollen, ist Lärm und Abgas durch Transit- und Ausweichverkehr.
Christian Eheim, Bürgermeister

„Auch das ist eine wichtige Botschaft: Graben-Neudorf soll eine Wohngemeinde sein, in der sich alle Generationen bewegen können – ob mit Auto, Rad oder zu Fuß “, sagte der Bürgermeister. „Was wir nicht wollen, ist Lärm und Abgas durch Transit- und Ausweichverkehr. Der gehört auf die Bundesstraße.“

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