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Verschiedene Schwierigkeiten

Trainingsplatz für Mountainbiker: Dirt Track in Graben-Neudorf könnte zum Ende der Sommerferien fertig sein

In Graben-Neudorf werden zur Zeit fleißig Erdhügel aufgeschüttet. Es entsteht ein Trainingsplatz für Mountainbiker, ein so genannter Dirt Track. So soll die Anlage aussehen.

Kiesgrube
Baggereinsatz: Allein für den Starthügel werden zwischen Tennis- und Fußballplatz rund 600 Kubikmeter Erde aufgeschüttet. Insgesamt wird etwa dreimal so viel Erde bewegt. Foto: Monika Eisele

Zwischen Tennis- und Fußballplatz, hinter Schule und Jugendzentrum, werden in Graben-Neudorf derzeit Erdhügel aufgeschüttet. Was noch ein bisschen wie überdimensionale Maulwurfshügel aussieht, soll in den kommenden Wochen in einen sogenannten Dirt Track verwandelt werden.

Die Anlage eines hügeligen Trainingsplatzes mit verschiedenen Schwierigkeiten für Mountainbike- und BMX-Räder geht auf einen Wunsch der Jugendlichen zurück, der sich während eines „Pizza und Politik“-Gesprächs herauskristallisierte. Gebaut werden ein Starthügel, drei sogenannte Dirtlines, ein Pumptrack, ein Technik-Trail sowie ein Trick-Sprung.

Damit eignet sich der Dirt Track für Jugendliche verschiedenen Alters, stellt unterschiedliche Anforderungen an das Können der Nutzerinnen und Nutzer. Erst im Februar hatte der Gemeinderat der Auftragsvergabe zum Bau des Dirt Tracks für 55.454 Euro durch die Firma Turbomatik Bikeparks aus Warstein zugestimmt.

Grundform der Hügellandschaft wird gebaut

Noch bis Mitte nächster Woche wird Jochen Seitz von der Firma Roth aus Dettenheim mit der Grundform der Hügellandschaft beschäftigt sein, Schaufel um Schaufel auf die Hügel aufbringen. „Der Chef der Firma hat gelesen, dass wir in Graben-Neudorf eine solche Anlage planen, sich spontan beim Bürgermeister gemeldet und den Einsatz eines Mitarbeiters und der Maschinen als Spende angeboten“, erzählt Christian Schweikert, der Mann für besondere Bauangelegenheiten im Rathaus.

Allein für den Starthügel werden gut 600 Kubikmeter Erde aufgeschüttet – insgesamt wird etwa dreimal so viel Erde bewegt. „Zum Schluss wird sie mit einer Lehmschicht überdeckt. Das schützt und stabilisiert die Hügel bei Regen“, erklärt Schweikert. Anschließend wird Turbomatik die Anlage modellieren.

Unterschiedliche Strecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen

Der Starthügel beispielsweise wird terrassiert. Dadurch werden verschiedene Starthöhen von fünf, vier und dreieinhalb Metern Höhe möglich. „Man kann Anfänger oder jüngere Kinder nicht gleich bei fünf Metern starten lassen“, sagt Schweikert. Auch die anderen Hügel bekommen Terrassen für unterschiedliche Strecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen.

Sein endgültiges Aussehen, das sogenannte Endshaping, soll der Dirt Track in einer Gemeinschaftsaktion mit Jugendlichen des Jugendzentrums erhalten. Bis zum Ende der Sommerferien, meint Schweikert, könnte es mit der Fertigstellung klappen. Dann können die Fahrradakrobaten auf der Bahn von 90 Metern Länge und 30 Metern Breite ihrem Hobby frönen.

Der Dirt Track wird rechtlich wie ein Spielplatz behandelt, ist also permanent geöffnet. Auf einem Schild werden Nutzungszeiten sowie die Benutzerordnung nachzulesen sein. „Wir werden den Dirt Track in die regelmäßigen Kontrollen mit einbeziehen und erst einmal beobachten, wie sich der Betrieb entwickelt“, sagt Schweikert.

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