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Feststimmung in Altenheimen

Das plant das Seniorenzentrum in Graben-Neudorf an Weihnachten

Viele freuen sich schon aufs Feiern mit der Familie, möchten aber um 20 Uhr zurück sein. Auch an Heiligabend haben Senioren gern ihren gewohnten Rhythmus.

Besinnliche und feierliche Veranstaltungen gibt es im Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt „Rheinaue“ in Graben-Neudorf schon seit Adventsbeginn mit Höhepunkt am Heiligabend. 
Besinnliche Veranstaltungen gibt es im Seniorenzentrum „Rheinaue“ in Graben-Neudorf schon seit Adventsbeginn. Höhepunkt wird an Heiligabend sein. Foto: Alexander Werner

Seit Wochen gehen Grippe-Erkrankungen und Corona-Infektionen um und machen auch vor Altenpflegeheimen nicht Halt. Nach der schweren Zeit der Pandemie können sich Bewohner aber auch wieder über schöne Stunden in der Weihnachtszeit freuen.

„Wir haben bereits zum Advent mit weihnachtlichem Schmuck, Christbaum und Andachten zum Thema Vorweihnachtszeit angefangen“, berichtet Jürgen Klenk, Leiter der Betreuung im Altenpflegeheim Geschwister Nees in Linkenheim-Hochstetten. Ideal sei, dass das Café im neuen Haus jetzt mit Ehrenamtlichen wieder in Betrieb ist. Zum ersten Advent habe es dort eine Feier mit einer Sängerin und zwei Musikern gegeben, so Klenk.

Heiligabend beginnt mit einem Gottesdienst

Feiern gebe es auch in den Wohnbereichen. Der Heiligabend beginne morgens mit einem Gottesdienst im Café. Angehörige kämen dazu und abends spiele der Posaunenchor. Pflegekräfte würden Geschenke verteilen, so Klenk. „Bewohner werden nur zu einem kleinen Teil von ihrer Familie zum Mittagessen oder am Heiligabend abgeholt“, sagt er. Wer noch geistig rege und körperlich dazu noch über einige Stunden in der Lage sei, würde sich freuen, nach Hause zu kommen.

Eine Bewohnerin freut sich schon sehr aufs Feiern mit der Familie, möchte aber um 20 Uhr wieder zurück sein. Auch andere, die im Heim bleiben, möchten, dass es nicht zu spät wird. Zwei Bewohnerinnen, die von ihren Familien eingeladen wurden, wollen lieber im Heim feiern. In Erinnerung an früher sagen mehrere Bewohner, dass sich viel geändert hat. Es habe damals nicht so viele Geschenke gegeben, sei aber immer sehr schön gewesen.

„Großteils leben die Menschen bei uns in ihrer Welt und sind damit zufrieden“, sagt Klenk. „Die meisten wollen ihre Zeit im gewohnten Rhythmus verbringen und nicht später ins Bett gehen. Die Menschen brauchen einen geschützten Raum. Es ist wichtig, darauf zu achten, was ihnen guttut und nicht schadet“, ergänzt er. Schöne Stunden aber können sie dennoch genießen. Das Café ist über die Feiertage geöffnet mit Kaffee und Kuchen, den Angehörige auch selbst mitbringen können. Öfter würden Bewohner auch Zeit mit Angehörigen auf ihren Zimmern verbringen.

Die meisten wollen nicht später ins Bett.
Jürgen Klenk
Altenpflegeheim Geschwister Nees

Im Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt „Rheinaue“ in Graben-Neudorf wird die besinnlich-festliche Zeit ähnlich begangen. Auch dort gibt es seit Adventsbeginn Veranstaltungen, auch mit Angehörigen, Nikolaus, mit Chören oder Kindergartenkindern als Gästen. „Das zieht sich auch in den Wohnbereichen durch bis zum Weihnachtsfest, das auch mit ökumenischem Gottesdienst und Posaunenchor sehr traditionell gefeiert wird und für die Leute etwas sehr Besonderes ist“, erzählt Einrichtungsleiter Marvin Winnes. Auch der Speiseplan fürs Fest oder auch für Silvester wird angepasst an Wünsche der Bewohner. „Nach Hause gehen Bewohner nur vereinzelt“, so Winnes. „Das hat hauptsächlich gesundheitliche Gründe.“

„Bei uns gibt es nicht nur ein spezielles Angebot zu Weihnachten, sondern ein Jahresprogramm. Dazu gehören Silvester, Fasching, Oster-, Sommer-, Erntedank- und Oktoberfest“, erzählt Sergej Schlender, Bereichsleiter des von der evangelischen Stadtmission Karlsruhe betriebenen Seniorenzentrums Stutensee. Das Programm werde jährlich von den Betreuungsassistentinnen geplant und organisiert. Dabei bekomme man Unterstützung von Ehrenamtlichen vom Freundeskreis Stutensee sowie Angehörigen.

Jedes Jahr würden Bewohner zu einem Weihnachtsfest im Familienkreis abgeholt. Zum Weihnachtsfest in der Einrichtung würden aber auch die Angehörigen eingeladen. Es finde im komplett festlich dekorierten Foyer statt.

„Ein Weihnachtsmenü und Musik live oder über Musikbox dürfen nicht fehlen“, sagt Schlender. Die Bewohnerinnen und Bewohner würden gerne Weihnachtslieder singen. Mit den Betreuern oder auch Kindergartenkindern würden sie auch Gebäck backen. Kinder kämen außerdem, um Weihnachtslieder zu singen. Ehrenamtliche vom Freundeskreis und der katholische Pfarrer lesen Weihnachtsgeschichten vor. „Bedürfnisse und Wünsche der Bewohner und deren Angehörigen werden nach Möglichkeit berücksichtigt“, so Schlender. „Traditionen werden gewahrt. Das ist uns auch wichtig.“

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