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Hundesteuer-Einnahmen steigen

In der Hardt bellen wieder mehr Hunde

Des einen Freud, des anderen Leid: Immer mehr Leute in der Hardt halten einen Hund, manche auch mehrere. Aber es gibt leider auch immer mehr Zeitgenossen, die sich nicht um die Hinterlassenschaften von Bello & Co. scheren.

Hundetoilette auf der Grünfläche neben dem Seniorenzentrum Kronengarten in Wössingen Foto: Arnd Waidelich

Wenn sich Irene Selbnich aus Friedrichstal frühmorgens mit ihrer Dogge Carlos auf den Weg macht, erntet sie manch bösen Blick: „Viele bei mir in der Straße glauben, dass ich Carlos überall ungestraft hinkacken lasse. Aber das stimmt nicht. Ich habe immer Tüten dabei“, sagt die Mittvierzigerin. Die Dogge laufe auch immer brav an der Leine, sagt die Hundebesitzerin, und habe noch nie jemanden angebellt, geschweige denn angefallen.

Carlos ist einer von 1.180 Hunden, die laut Angaben von Lukas Lang in Stutensee gemeldet sind, Etwa 90 Tiere sind so genannte Zweithunde. Welche Rassen es überwiegend gibt, kann der Sprecher der Großen Kreisstadt nicht sagen, da die Halter diese nicht explizit angeben müssen. 72 Euro pro Jahr werden für den Ersthund als Hundesteuer fällig; jeder weitere Vierbeiner spült 144 Euro in die Stadtkasse. Im vergangenen Jahr wurden laut Lang knapp 93.000 Euro eingenommen; in den Vorjahren jeweils über 3.000 Euro weniger. Will heißen: Es gibt mehr Hunde in der Stadt.

Die machen natürlich auch mehr Dreck, sollte man meinen. Tatsache ist aber: Im Ordnungsamt laufen nach Aussage der Verwaltung nur wenige Beschwerden über kotverschmierte Gehwege ein. Eine eigene Hundeverordnung gibt es in Stutensee nicht; entsprechende Regelungen finden sich vielmehr in der Polizeilichen Umwelt-Verordnung. Dort ist auch eine von der Hunderasse unabhängige innerörtliche Leinenpflicht auf öffentlichen Straßen und Wegen sowie in Grün- und Erholungsanlagen festgeschrieben.

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