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Preisvergleiche beim Einkaufen

Jugendliche aus Weingarten sprechen von ihren Sorgen für die Zukunft 

Die Inflation und der Ukraine-Krieg sind nur zwei der Themen sozialer und politischer Natur, die die Menschen im Jugendhaus in Weingarten beschäftigen. 

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Mit Jugendprojekten wie „Eine Welt von Freunden“  wie auf unserem Symbolfoto wollen sich viele junge Menschen den beunruhigenden politischen Entwicklungen entgegenstemmen. Foto: Roland Spether

Die Pandemie, der Ukraine-Krieg, die steigenden Preise und nun auch noch der Nahost-Konflikt. Die negativen Nachrichten hören nicht auf und die Unzufriedenheit über gesellschaftliche und politische Probleme in Deutschland steigt. Wie gehen die Kinder und Jugendlichen mit den gesellschaftlichen Problemen um? Machen sie sich Sorgen? Sind auch sie unzufrieden? Fünf Jugendliche aus dem Jugendhaus in Weingarten sprechen darüber, was sie bewegt.

Auf die Frage, welches gesellschaftliche Problem den Jugendlichen zuerst einfällt, antworten die 15-jährigen Mädchen Marie und Briska: „Auf jeden Fall die Inflation und der Ukraine-Krieg.“ Beide beschäftigt der Krieg sehr, schließlich sei er sehr nah an Deutschland. Die Angst ist groß, dass auch hier in naher Zukunft Krieg ausbricht. „Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie schlimm das wäre“, sagt Johanna. „Es wäre schrecklich, wenn auch hier ein Konflikt entsteht“, ergänzt Briska. „Es bekriegen sich so viele Länder momentan auf der Welt.“

Klimawandel und Kinderarbeit sind Aufregerthemen

Doch nicht nur die Kriege beschäftigen die Jugendlichen. Auch der Klimawandel ist weiterhin ein aktuelles und wichtiges Thema. Die 14-jährige Johanna spricht eine weitere Sorge an: „Ich denke oft an die Kinderarbeit in den ärmeren Ländern.“ Die Vorstellung der Arbeitsbedingungen der kleinen Kinder breche ihr das Herz. „Wenn ich einen Wunsch freihätte, dann wäre es, dass es weder Kinderarbeit noch Arbeitslosigkeit gäbe.“ Die Obdachlosigkeit ist eine weitere Sorge der 14-Jährigen. „Es ist einfach nur traurig, wenn man die vielen Rentner auf der Straße sieht. Man müsste alte, obdachlose Menschen viel mehr unterstützen“, sagt Johanna. Das Rentensystem müsse man grundsätzlich verändern.

„Ich habe täglich große Probleme mit der Deutschen Bahn“, sagt Maxim. Der 18-Jährige hat noch keinen Führerschein und muss täglich mit Bus und Bahn fahren. „Man kann sich einfach nicht auf einen geregelten Schienenverkehr verlassen“, erklärt er. Die Bahn komme sehr oft zu spät und teilweise falle sie auch ohne Ersatz aus.

Ich habe Angst, dass ich mir bald gar nichts mehr leisten kann.
Marie
Jugendliche aus Weingarten zur Inflation

Auch fühlen sich alle fünf Jugendlichen von den steigenden Preisen stark betroffen. „Ich habe Angst, dass ich mir bald gar nichts mehr leisten kann. Schon jetzt muss ich bei vielen Dingen abwägen, ob ich sie kaufe“, sagt Marie. Die Jugendlichen vergleichen mittlerweile viele Marken und Produkte, um die billigere Alternative zu finden. „Früher habe ich mir gerne viele Kleidungsstücke gekauft. Heute verzichte ich darauf, schließlich sind schon die Lebensmittel so teuer“, sagt Johanna. Auch Maxim achtet bei seinem Einkauf darauf, was er sich holt und auf was er an diesem Tag verzichten muss.

Die Sorgen und Ängste besprechen die Jugendlichen meist miteinander, im Jugendhaus, in der Schule mit den Lehrern oder daheim. Dort finden sie Gehör, können sich gegenseitig austauschen und informieren.

Für die Zukunft wünschen sie sich, dass eine schnelle Lösung für die Kriege und Auseinandersetzungen gefunden wird und dass man innerhalb Deutschlands etwas gegen die steigenden Preise tut und am Schienenverkehr arbeitet. „Es wäre ein Traum, wenn all die Ungerechtigkeiten auf der Welt ein Ende hätten“, sagt Briska.

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