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Betrieb kann weiterlaufen

So wird die Kita St. Josef in Stutensee-Blankenloch umfassend saniert

Sanierungsstau und Wasserschaden – jetzt soll die Hängepartie in der Kita St. Josef in Blankenloch ein Ende haben. Zeitweilig mussten Kinder auf dem Boden essen.

Außenansicht der Kita St. Josef in Stutensee-Blankenloch.
Die katholische Kita St. Josef in Stutensee-Blankenloch soll für rund 1,9 Millionen Euro umfassend saniert werden. Notwendige Arbeiten haben sich immer wieder verzögert. Foto: Werner Breitenstein

Der katholische Kindergarten St. Josef in Blankenloch ist schon lange in einem maroden Zustand. Ein Wasserschaden im vorigen Sommer verschärfte die Situation noch auf dramatische Weise. Mitunter mussten Kinder auf dem Boden essen. Immer wieder verzögerten sich dringend erforderliche und eigentlich zugesagte Arbeiten. Jetzt soll es endlich vorangehen.

Der Gemeinderat Stutensee hat einstimmig beschlossen, den Standort der Einrichtung durch eine umfassende Sanierung zu sichern. Man entschied sich dabei für die kleinere von zwei in Erwägung gezogenen Varianten, die den Weiterbetrieb während der Bauphase gewährleistet.

Die Kosten betragen rund 1,9 Millionen Euro brutto. Unabhängig von der Sanierung werden sämtliche für das Haushaltsjahr 2024 genehmigten Gelder eingesetzt, wie Oberbürgermeisterin Petra Becker (parteilos) versicherte.

Dachflächen der Kita in Blankenoch werden energetisch saniert

Roman Sand vom Architekturbüro Sand und Partner, das seit fünf Jahren in die Planungen eingebunden ist, erläuterte dem Gremium Einzelheiten des Projekts. Die Dachflächen werden energetisch saniert und mit Photovoltaikanlagen versehen.

Die bestehende Ausgabeküche bleibt erhalten und wird modernisiert. Installationen für Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro werden ergänzt und erneuert. Die Gruppenräume erhalten neue, akustikwirksame Innendecken.

Die Kita besteht aus vier Regelgruppen für Kinder ab drei Jahren sowie zwei Gruppen für Kinder unter drei Jahren mit ganztägiger Betreuung. Zudem beinhaltet sie eine Waldgruppe, die nun für Schlechtwettertage auch einen Raum erhalten wird.

Das Besondere an der gewählten Variante sei, so Sand weiter, dass der Betrieb während der gesamten Dauer normal weiterlaufen könne und keine Interimslösung gesucht werden müsse.

Yannik Berdel vom Leitungsteam der Kita begrüßte die Entscheidung ausdrücklich. Für ihn war besonders wichtig, dass die Räume möglichst schnell wieder nutzbar werden und „dass es den Kindern gut geht“. Die Zustände seien zuletzt untragbar gewesen.

Zur aktuellen Situation erläuterte Johannes Klawe, Amtsleiter Bau- und Gebäudemanagement, dass im beschädigten Untergeschoss die Bodenarbeiten kurz vor dem Abschluss stünden. Wegen Lieferschwierigkeiten konnte der Estrich erst kürzlich aufgetragen werden.

Erleichterung im Gemeinderat

Die Stadträte zeigten sich einhellig erleichtert, dass die Hängepartie ein Ende habe. „Jetzt haben wir einen Fahrplan, der eine Perspektive für Kinder, Eltern und Personal bietet“, sagte Alexander Scheidle von der CDU/FDP-Fraktion. Christine Stemke (Bündnis 90/Die Grünen) hob hervor, dass durch die Sanierung die volle Funktionsfähigkeit des Kindergartens für mindestens 15 Jahre gesichert sei.

Lutz Schönthal (CDU/FDP) regte einen „Jour fixe“ an, einen Regeltermin, um etwa einmal monatlich den Stand der Bauarbeiten zu überprüfen und so größtmögliche Transparenz über den Baufortschritt herzustellen.

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