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Nicht nur für einsame Menschen

CVJM Linkenheim will am Heiligabend „Weihnachten teilen“

Vor dem evangelischen Gemeindehaus werden um zwei Feuerschalen Sitzgelegenheiten arrangiert. Stehtische laden zum Suppe-Essen ein.

Vor dem evangelischen Gemeindehaus in Linkenheim werden an Heiligabend zwei Feuer entzündet. Menschen, die allein wären, sind zu Suppen und heißen Getränken eingeladen.
Vor dem evangelischen Gemeindehaus in Linkenheim sind Menschen, die an diesem Abend allein wären, zu Suppe und heißen Getränken eingeladen. Foto: Pia Frei

An Heiligabend werden in Linkenheim zwei Holzfeuer auf dem Vorplatz des evangelischen Gemeindehauses neben der Kirche entzündet. Es soll gemütlich werden, damit Menschen zum Weihnachtsfest nicht allein bleiben müssen.

„Im Sommer vor zwei Jahren haben wir uns überlegt, wie wir den Menschen in Linkenheim-Hochstetten Gutes tun können“, sagt Annika Arthur, die Mitinitiatorin vom CVJM Linkenheim. „Wir wollten auch Leute erreichen, die Hemmungen haben, zu uns ins Vereinsheim zu kommen.“ Daraus sei der Gedanke zu „Weihnachten teilen“ und der „Papierkram-Hilfe“ entstanden.

In den vergangenen beiden Jahren konnte der Weihnachtsabend wegen der Corona-Pandemie dann doch nicht gemeinsam gefeiert werden. Deshalb wurden Einladungskarten verteilt, damit der eine oder andere am Heiligabend zu privaten Feiern kommen konnte.

„Wir haben sehr positive Rückmeldungen zu dieser Aktion erhalten“, sagt Arthur. „Vereinzelt wurden Menschen in Privatwohnungen eingeladen, die an Weihnachten einsam gewesen wären. Es wurde uns berichtet, dass es für die Eingeladenen und die Einladenden eine tolle Erfahrung war.“

In diesem Jahr kann nun Weihnachten erstmals gemeinsam im Freien gefeiert werden. Um zwei Feuerschalen werden Sitzgelegenheiten arrangiert, Stehtische laden zum Suppe-Essen ein. Wer will, kann sich sein Brot dazu auch selbst backen. Für Heißgetränke und Weihnachtsgebäck ist ebenfalls gesorgt. Ein Abendprogramm gibt es nicht. Wenn es passt, werden Weihnachtslieder im Hintergrund gespielt. Wer Lust zum Singen hat, darf auch das.

„Das Miteinander ist uns wichtig“, so die Initiatorin. „Aus unserer christlichen Nächstenliebe heraus wollen wir allen einen schönen Weihnachtsabend ermöglichen. Es geht uns auf keinen Fall darum, neue Mitglieder für den CVJM zu werben.“ In Kauf nehmen Annika Arthur und ihre vier Mitstreiter – Anna Kluge, Samira Butzer, Carl Gerlach und Christian Stahl – dafür, dass ihre eigenen Familien am Heiligabend auf sie verzichten müssen. „Meine Mutter kommt wahrscheinlich vorbei“, sagt Arthur. „Denn auch ihre anderen Kinder können am Heiligabend nicht bei ihr sein. Entweder, weil sie mit ihrer eigenen Familie feiern oder Schicht arbeiten.“

Das Miteinander ist uns wichtig.
Annika Arthur
CVJM Linkenheim

Jeder ist in Linkenheim willkommen

Eingeladen seien vor allem Menschen aus Linkenheim-Hochstetten. Wer aber in den Nachbargemeinden ohne Anschluss ist, darf auch kommen, so Arthur. Und alle, die schon daheim festlich gespeist haben und auf ihrem Abendspaziergang vorbeischlendern wollen, seien ebenfalls willkommen.

Service

An Heiligabend vor dem evangelischen Gemeindehaus neben der Kirche in der Karlsruher Straße 68 in Linkenheim. Die Veranstaltung dauert von 18.30 bis 22 Uhr.

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