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„Geöffnete Kirche“

Buntes Bodenbild in der evangelischen Kirche in Linkenheim gibt zu Pfingsten Anstöße fürs Leben

Eine crossmediale Aktion kann zu Pfingsten und in den Wochen danach in der evangelischen Kirche Linkenheim besucht werden. Ein interaktives Bodenbild kann live betrachtet oder über einen QR-Code entdeckt werden.

Beitrag zum Pfingstfest: Hans-Martin Steffe betreut die „Geöffnete Kirche“ in Linkenheim. Eingebettet in diese ist ein interaktives Bodenbild, das die Gläubigen ermutigen und inspirieren soll. Foto: Alexander Werner

Eine crossmediale Aktion kann zu Pfingsten und in den Wochen danach in der evangelischen Kirche Linkenheim besucht werden. Im Mittelpunkt steht ein buntes Bodenbild hinter dem Altar.

Es symbolisiert die weniger bekannte Bedeutung des einstigen Ereignisses, als der Heilige Geist über die Jünger Jesu kam, und steht für die Einheit der Gläubigen und den Beginn der Gemeindegründungen, für Ermutigung und Aufbruch.

Das Bodenbild mit vier dazu erstellten Stationen will „Anstöße zum Leben“ geben. So lautet der Titel der Pfingstaktion, die auf eine Initiative des Vereins „Stufen des Lebens“ und seine internationale Glaubenskurse sowie die missionarischen Dienste der Evangelischen Kirche zurückgeht.

Kirchenrat in Ruhe Hans-Martin Steffe ist Kuratoriumsmitglied von „Stufen des Leben“ und in den seit 20 Jahren in Linkenheim laufenden Glaubenskursen engagiert. Im Linkenheimer Kirchen-Team kümmert er sich um die Organisation und begleitet die „Geöffnete Kirche“.

Bodenbild ist crossmedial erlebbar

Das Konzept wurde 2020 für die Zeit der Pandemie entwickelt. Wie er berichtet, hat man in Linkenheim eine übergreifende Vorlage für das Bodenbild übernommen. Die Missionarischen Dienste der Badischen Landeskirche, denen Steffe früher vorstand, werben dafür und bieten allen Kirchengemeinden die nötigen Informationen, Texte und Bastelanleitungen an.

Daran haben sich Steffes Frau Barbara, Eva-Maria Keitel und Jutta Becker beim Basteln und Auslegen mit einigen Variationen orientiert. Steffe spricht von einer crossmedialen Aktion: Zum einen könne man das Bodenbild in der Kirche live anschauen und erleben.

Zum anderen lasse sich über die vielen verteilten Infokarten oder die Homepage der Kirchengemeinde mit dem Smartphone per QR-Code oder über einen Link ein 13-minütiger Videoclip abrufen. Darin wird am Beispiel eines Bodenbilds in Heidelberg von den Initiatoren in kurzweiliger Form und mit Musik unterlegt alles Wesentliche zum Werk und dessen Aussage vermittelt.

In der Kirche in Linkenheim sind mehrere Stationen zu entdecken

In Linkenheim erwarten den Betrachter an der ersten Bildstation Holzkugeln, die er wie in einem Spiel in die Hand nehmen und anstoßen kann. Dazu gehören Karten mit Impulsfragen, die anregen, sich Gedanken zu machen. Die zweite Station wartet mit Namen biblischer Gestalten oder zeitgenössischer Menschen wie den Pater und Autor Anselm Grün auf, die vom Heiligen Geist inspiriert wurden.

Die nächste Station widmet sich – sehr plastisch mit Holzblock und Ketten – der Geschichte des in Philippi eingekerkerten Apostels Paulus und seines Mitarbeiters Silas. „Sie erzählt, wie aus Ketten der Not Noten des Gotteslobs werden“, erklärt Steffe. Ganz praktisch können die Betrachter das nachvollziehen, in dem sie papierne Kettenglieder lösen und sie in Noten umformen.

Wer der Heilige Geist eigentlich ist, gilt es an der vierten Station zu ergründen. Eine goldene Schale versinnbildlicht Gottes Gegenwart und Glanz. Umgeben ist sie von züngelnden Flammen, wie sie einst das Erscheinen des Heiligen Geistes ankündigten.

Die allseits bekannte Darstellung der weißen Taube ist indessen nicht biblisch belegt. Kleinere Versionen der Papierflammen mit Psalmsprüchen darf sich jeder zum Abschluss des Rundwegs ziehen.

Ein halbes Jahr lief in der Kirche bereits erfolgreich die Ausstellung „Ich bin ganz Ohr“ von Karola Onken (wir berichteten). „Immer wieder kommen seither dienstags bis freitags von 15 bis 18 Uhr Menschen, die Stille suchen, sich besinnen oder beten möchten“, sagt Steffe.

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