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Diskussion in Themenecken

Linkenheim-Hochstetten gibt den Jugendlichen das Wort

Die Gemeinde veranstaltet am 18. Januar ihre erste Jugendeinwohnerversammlung in der Mensa des Schulzentrums. Die Themen stehen allerdings noch nicht fest.

Die Jugendeinwohnerversammlung soll in der Mensa des Schulzentrums stattfinden.
Die Jugendeinwohnerversammlung soll in der Mensa des Schulzentrums in Linkenheim-Hochstetten stattfinden. Foto: Kristin Laske

Mitreden, mitgestalten, mitentscheiden: Zum ersten Mal erhalten die Jugendlichen in Linkenheim-Hochstetten die Möglichkeit, ihre Stimmen zu erheben. Denn die Gemeinde veranstaltet am 18. Januar 2024 ihre erste Jugendeinwohnerversammlung in der Mensa des Schulzentrums.

„Grundsätzlich ist uns die Beteiligung von Jugendlichen am kommunalen Willensbildungsprozess wichtig“, sagt Katja Beyerle, Pressesprecherin der Kommune. Dabei komme es vor allem darauf an, ein für die Zielgruppe passendes Format zu finden.

Wir wünschen uns einen offenen Austausch und Dialog.
Katja Beyerle
Pressesprecherin

Bereits Ende November hat ein Jugendforum anlässlich der Änderung des Wahlrechts für die Schüler von der Grund- und Werkrealschule (GWRS) Linkenheim und der Realschule Linkenheim stattgefunden.

Im Rahmen dieser Informationsveranstaltung habe sich das Interesse an einer Jugendeinwohnerversammlung deutlich gezeigt, so Beyerle. Daher sei es nun das Anliegen der Gemeinde, das Format für alle 13- bis 18-Jährigen in Linkenheim-Hochstetten anzubieten.

„Wir wünschen uns einen offenen Austausch und Dialog, damit wir auf die Bedürfnisse und Wünsche auch bestmöglich eingehen können“, sagt die Pressesprecherin. Die Gemeinde freue sich über eine hohe Teilnehmerzahl.

Die Themen, die an diesem Tag besprochen werden sollen, stehen allerdings noch nicht fest. „Gegebenenfalls wird das offen gelassen, sodass die Jugendlichen den Abend selbst thementechnisch lenken“, teilt Beyerle mit.

Bei einem Jugendforum wurden Wünsche eingebracht

Die Jugendlichen hätten bereits beim ersten Jugendforum Themen und Wünsche eingebracht. Bei der Jugendeinwohnerversammlung bekämen sie Zeit, ihre Anliegen und Vorschläge vorzutragen. Diese könnten im Anschluss in Themenecken mit dem Gemeinderat diskutiert werden. Beyerle versichert: „Die Ergebnisse werden – nach Möglichkeit – natürlich in politische Entscheidungsprozesse eingebunden.“

Mit dem Angebot einer Jugendeinwohnerversammlung steht Linkenheim-Hochstetten in der Region bisher allein. In Walzbachtal findet jedoch jährlich für alle Zwölf- bis 18-Jährigen ein Jugendforum statt. Pressesprecherin Jutta Aberle zufolge hat die Gemeinde damit gute Erfahrungen gemacht und viele positive Rückmeldungen erhalten: „Aus dem Jugendforum sind schon zahlreiche tolle Jugendbeteiligungsaktionen entstanden, wie zum Beispiel der Bau eines Unterstands mit Tischtennisplatte und ein kleiner Bikepark.“

In Pfinztal hat sich der Gemeinderat bereits 2017 für das Konzept der Jugendbeteiligung entschieden, um mit den Jugendlichen in den Dialog zu treten. „Dieses flexible Model der Beteiligung wurde gewählt, um das Interesse der Jugendlichen zu wecken und ihnen den Einstieg zu erleichtern“, sagt Elke Fleig, Pressesprecherin der Gemeinde.

In zahlreichen Gesprächen sei deutlich geworden, dass oft die Aussicht, sich über längere Perioden regelmäßig binden zu müssen, hemmend wirke oder sogar eine unüberwindbare Hürde darstelle, sagt sie. Ein weiterer Vorteil der thematischen Jugendbeteiligungen (#young P-Town) sei, dass die Vielfältigkeit der Themen vor Ort aktiv besprochen werden könne: Welche Projekte und Formate sind für die Jugendliche besonders interessant und woran möchten sie sich beteiligen?

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