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Handwerk mit Geschichte

Maßarbeit am Pferdehuf: So arbeitet ein Hufschmied

Das Handwerk ist aus dem Alltag nicht wegzudenken, schon seit Jahrtausenden. So wie beispielsweise die Arbeit des Hufschmieds. Einen Hufschmied gibt es beispielsweise in Pfinztal - Einblicke in einen besonderen Beruf.

Vorsicht, heiß: Bei 800 Grad holt Žilvinas Daukšas den Hufeisen-Rohling aus dem Ofen. Im nächsten Schritt passt er ihn an den Huf an. Foto: Holger Keller

Im leichten Trab folgt Haflingerstute Daita an der Leine ihrer Besitzerin Cornelia. Hufschmied Zivilnas Daukšas hat das Pferd und seine Bewegungsabläufe dabei genau im Blick. „Sehen Sie da, am rechten Huf? Da tritt sie nicht ganz sauber auf“, ruft Daukšas der Besitzerin zu. Der Huf ist an der Stelle ein wenig ausgebrochen.

Der Fachmann sieht das recht schnell. Aber es ist kein großes Problem, die Hufeisen der Stute sind jetzt eh zum Tausch dran. Der Pfinztaler Hufschmied Daukšas ist regelmäßig in Neureut beim Reitverein, um die Pferde dort neu zu beschlagen. Es braucht Erfahrung, Wissen und Augenmaß dafür. Denn: „Jeder Huf ist anders“, so Daukšas.

Der Hufschmied konnte sich schon früh für Pferde begeistern, berichtet er. Aufgewachsen in einer litauischen Kolchose war er schon als Kind so oft im Stall wie die anderen Kinder auf dem Bolzplatz, erinnert er sich. „Wenn die Noten mal nicht so gut waren, bekam ich von meinem Vater Stallverbot als Strafe.“ Als Berufsreiter bildete Daukšas schließlich Pferde aus zum Verkauf. Der Verdienst war aber nicht der Beste. Er ging nach Deutschland, schulte um, lernte Hufschmied, auch an der Tierärztlichen Hochschule in Hannover.

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