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Kalender über den Kohlplattenschlag

Nistkästen für Fledermäuse beim Saugraben in Graben-Neudorf

Der Sportfischerverein Neudorf engagiert sich für die ökologische Aufwertung des Geländes. Im März sollen dort auch Moderlieschen eingesetzt werden.

Peter Frittmann zeigt einen Nistkasten für Zwergfledermäuse, drei Stück hängen schon an den Bäumen.
Peter Frittmann zeigt einen Nistkasten für Zwergfledermäuse, drei Stück hängen schon an den Bäumen. Foto: Kristin Laske

Sechs Nistkästen für Zwergfledermäuse will der Sportfischerverein (SFV) Neudorf zur ökologischen Aufwertung beim Saugraben aufhängen. Außerdem sollen im März Moderlieschen im Saugraben eingesetzt werden. Initiator Peter Frittmann, der auch Vorstandsmitglied im Verein Gnatschko (Förderverein zur Erhaltung der Naturschutzgebiete in Graben-Neudorf, speziell Kohlplattenschlag) ist, sagt: „Wir wollen zeigen, dass die Verantwortung für die Natur nicht an der Wasseroberfläche aufhört.“

Die Gemeinde fördert die Arbeiten mit 1.000 Euro aus dem Klimaschutzfond. Die Nistkästen beim Saugraben anzulegen biete sich an, da die Fledermäuse an Wasser gebunden sind. Sie flögen flach darüber hinweg, so Frittmann. Zudem bräuchten sie Wiesen, in denen sie Insekten zum Fressen finden.

Die Natur ist der beste Baumeister.
Peter Frittmann
Initiator der Aktion

Fledermauspopulationen zögen weiter, wenn in anderen Gebieten bessere Voraussetzungen herrschen würden. In der freien Natur nisten sie unter der Rinde alter Bäume. Doch rund um den Saugraben stehen vor allem junge Bäume. „Nistkästen können da helfen“, sagt Frittmann. Drei Nistkästen hat er mit Mitgliedern des SFV Neudorf bereits beim Saugraben aufgehängt. Daneben haben sie eine Benjeshecke angelegt. Die Benjeshecke soll Kleintieren und Insekten wie zum Beispiel Vögeln und Eidechsen Lebensraum bieten.

„Es ist wichtig, dass nicht zu stark in die Natur eingegriffen wird“, sagt Frittmann. „Die Natur ist der beste Baumeister.“ Drei weitere Kästen sowie eine Benjeshecke folgen an einer anderen Stelle. Denn es dürfen nicht mehr als zwei bis drei Nistkästen beieinander hängen, um den Fledermäusen genug Raum zu geben. Außerdem muss vor dem Einflugloch ein Meter frei sein, um den Flugraum der Tiere nicht zu beeinträchtigen.

Förderverein gibt Kalender heraus

Die Nistkästen hat der 85-jährige Ehrenvorsitzende des SFV Neudorf, Günter Bartmann, gebaut. Damit keine Vögel hineinfliegen, haben die Kästen einen schmalen, vertikalen Schlitz als Eingang. Im Inneren befindet sich eine geriffelte Oberfläche, an die sich die Tiere leicht hängen können. Befestigt werden die Kästen mit Aluminiumnägeln, da diese geringe Umwelteinwirkungen haben und widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse sind. Sie rosten nicht und halten somit länger.

Bis Ende Februar soll das Projekt fertig sein. Denn die Fledermäuse wechseln im März oder April in ihr Sommerquartier, aktuell befinden sie sich in ihrem Winterquartier. Weitere fünf Fledermausnistkästen will Frittmann im Kohlplattenschlag aufhängen. Drei Benjeshecken gibt es dort schon. Außerdem soll im Spätjahr eine Eisvogelwand entstehen.

In Zusammenhang mit dem Kohlplattenschlag freut er sich noch über ein anderes Projekt: den vom Förderverein Gnatschko aufgelegten Kalender. „Der Kalender soll dazu dienen, den Kohlplattenschlag bekannter zu machen und zeigen, welche Tiere hier leben oder einen Lebensraum gefunden haben“, sagt Frittmann.

Jeden Monat zeigt der Kalender ein anderes Tier. Zu sehen sind zum Beispiel Fuchs, Reh, Eisvogel, Kernbeißer oder Steinkauz. Die Tiere haben Gnatschko-Vereinsmitglieder fotografiert.

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