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Unglück am Alten Hafen

Tote Tiere beim Rhein-Hochwasser: „Vielen Leuten sind die Rehe einfach egal“

Für zwei Rehe im Hardtwald waren Spaziergänger, Radfahrer und Hundebesitzer am Rheindamm das Todesurteil. Die Wildtiere waren in Panik geraten und hatten Zuflucht im eiskalten Wasser gesucht. Zwar wurde das Gebiet von Polizei und Feuerwehr abgesperrt, einige Schaulustige gingen trotzdem nicht nach Hause.

Rückzugsort: Rehe nutzen, wie auf dem Symbolbild zu sehen, Dämme bei Hochwasser zum Rasten. Eine Störung durch den Menschen kann dabei für sie tödlich sein. Foto: Peter Förster picture-alliance/ dpa

Jagdpächter Francesco Baberi ist empört. Am Sonntagmittag erlebte er am Alten Hafen in Eggenstein-Leopoldshafen einen Einsatz, an den er sich lange erinnern wird. Eine Gruppe Rehe war vom Damm ins Hochwasser geraten und vom Erfrieren und Ertrinken bedroht.

Ursächlich waren Besucher und Spaziergänger, die den Wildtieren Angst einjagten und sie dadurch immer wieder ins Wasser zurück zwangen. Ein Reh ertrank, ein anderes, das sich nicht mehr rühren konnte, musste Baberi von seinem Leiden erlösen

„Gegen zwölf erhielt ich einen Anruf von der Polizei: Rehe in Not“, erzählt Baberi. Als er am Unglücksort ankam, waren schon Polizei und Feuerwehr vor Ort. Außerdem, wie er beschreibt, „eine Unmenge von Leuten“. „Rehe können gute 100 Meter schwimmen“, sagt Baberi, „dann benötigen sie Ruhe.“

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