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Alle vier Wochen

Beim Digitalen Seniorenkaffee in Stutensee werden Probleme gelöst

Die Jungen haben zu wenig Zeit, den Älteren die digitale Welt zu erklären. „Dann gehen wir eben zu Frau Schuh“, sagen die Teilnehmerinnen am Seniorenkaffee.

Daniela Schuh (3.v.l.), Leiterin des Zukunftshaus Stutensee, führt die Teilnehmerinnen des Digitalen Seniorenkaffees durch den digitalen Alltagsdschungel.
Daniela Schuh (Dritte von links), Leiterin des Zukunftshauses Stutensee, unterstützt die Teilnehmerinnen beim Digitalen Seniorenkaffee bei Problemen. Foto: Werner Breitenstein

Der digitale Seniorenkaffee in Stutensee-Spöck bietet die Möglichkeit, sich bei einer Tasse Kaffee in lockerer Runde über ein Thema aus dem digitalen Alltag zu informieren. Die Besucher können auch Erfahrungen mit der digitalen Welt oder Tipps über sinnvolle Einsatzmöglichkeiten von Smartphone, Laptop und Co auszutauschen. Veranstalter ist das Zukunftshaus Stutensee. Dessen Leiterin Daniela Schuh gibt das Motto vor: „Gemeinsam packen wir die Hürden der Digitalisierung.“

Nach einer offenen Gesprächsrunde geht es dann um ein gemeinsames Thema, an diesem Tag um die Frage: Wie kommen E-Mails auf das Smartphone und wie kann ich sie verwalten? Die Handys sind gezückt, bei reger Beteiligung werden alle Ratschläge sofort ausgetestet. Wenn etwas nicht gleich klappt, hilft man sich gegenseitig oder die Leiterin kümmert sich persönlich. Die Atmosphäre ist heiter, die Neugier groß. Keine Frage bleibt unbeantwortet, kein Problem ungelöst.

WLAN-Verbindung spart mobile Daten

Es gibt zwei Voraussetzungen, erklärt Daniela Schuh: „Man braucht einen E-Mail-Account und eine App für das Handy. Beide müssen miteinander verknüpft werden.“ Das Problem bei den meisten vorinstallierten Apps, etwa von Google, ist, dass mitgelesen wird. Das heißt, sogenannte Tracker verfolgen die eigenen Aktivitäten. Auch Werbung wird oft als störend empfunden.

Bei der Suche nach Alternativen hilft der Appchecker „Mobilsicher“ des Instituts für Technik und Journalismus. Dieses wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Auf diese Weise findet man auch eine ganze Reihe von Apps ohne Tracker und ohne Werbung.

„Es ist immer wichtig, eine WLAN-Verbindung zu haben, um mobile Daten zu sparen“, rät Schuh, um dann das Senden und Verwalten von E-Mails zu erläutern. Zur Demonstration hat sie eigens eine Adresse kreiert, und so werden munter E-Mails an „Greta Mustermann“ verschickt.

Schuh führt die Teilnehmenden durch den Dschungel von Posteingangs- und Postausgangsordnern, Adress- und Betreffzeilen sowie Textfelder. Sie empfiehlt, immer einen Betreff anzugeben, damit die E-Mail nicht als Spam markiert wird. Und auch als Hilfe für den Empfänger: „Wenn ich eine Mail ohne Betreff erhalte, fliegt sie gleich weg“, bestätigt eine Nutzerin.

Bei jedem Treffen ein bestimmtes Thema

Schließlich wird noch gezeigt, wie mit dem Büroklammerbutton Dateien angehängt werden können. „Man muss sich ganz schön konzentrieren“, stellt eine 84-Jährige fest. Vor kurzem ist ihr Mann verstorben, der immer alles erledigt hatte. Jetzt möchte sie sich selbstständig in der digitalen Welt zurechtfinden. Viele der Anwesenden teilen die Erfahrung, dass ihre Kinder keine Zeit haben, ihnen etwas zu erklären. „Dann gehen wir eben zu Frau Schuh“, sind sich alle einig.

Der digitale Seniorenkaffee findet alle vier Wochen im Begegnungszentrum Regenbogen in Stutensee-Spöck statt. Bei jedem Treffen steht eine bestimmte Fragestellung im Mittelpunkt. An Ideen dafür mangelt es nicht: Was bedeuten die wiederkehrenden Symbole auf dem Handy? Wie funktioniert Online-Banking? Wie bewege ich mich sicher im digitalen Raum?

Kontakt

www.stutensee.de/Zukunftshaus, E-Mail: zukunftshaus@stutensee.de, Telefon: (0 72 44) 96 96 12

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