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Situation in der Region

Corona-Vorschriften machen einige Hallenbäder rund um Stutensee unrentabel

Die Corona-Vorschriften machen einige Hallenbäder rund um Stutensee unrentabel. Während das Walzbachbad in Weingarten "bis auf Weiteres" geschlossen hat, soll das Hallenbad in Pfinztal nach den Sommerferien wieder öffnen. Das Stutenseebad in Blankenloch ist bereits seit zwei Wochen wieder offen. in Überblick.

Und die Krake lächelt dazu: So voll unbefangener Badegäste wie auf diesem Foto aus dem vergangenen Jahr wird das Stutenseebad noch geraume Zeit nicht sein. Seit dieser Woche sind dort immerhin maximal 20 Personen im Schwimmerbecken beziehungsweise fünf pro Schwimmbahn erlaubt. Foto: Lother (Archiv)

Ein paar Bahnen schwimmen oder einfach nur das Wasser genießen? Seit Mitte Juni ist beides unter Einhaltung der entsprechenden Hygienevorschriften im Freibad in Graben-Neudorf wieder möglich. Aber: In vielen anderen Gemeinden rund um Stutensee steht der Startschuss für die Bäder nach der Corona-Zwangspause noch aus.

Von Nico Fischer

So zum Beispiel in Weingarten, wo das Walzbachbad mit angeschlossenem Freibad noch immer „bis auf Weiteres“ geschlossen ist. Nach Aussage aus dem Rathaus liegt das daran, dass die Einhaltung der strengen Auflagen mit einem erheblich höheren Organisationsaufwand und Budget als im Normalbetrieb verbunden ist.

Dagegen sei durch die Abstandsgebote und weitere Auflagen die maximale Anzahl an zulässigen Badegästen stark reduziert. Unter diesen Umständen sei das Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen nicht gegeben, sodass man beschlossen hat, „das Bad zunächst geschlossen zu lassen“.

Hoffnung für Walzbachbad in Weingarten

Dennoch gibt es Hoffnung: „Wir bereiten uns aktiv darauf vor, bei Lockerungen der Hygienevorschriften das Bad so schnell wie möglich zu öffnen“, wie Michael Schneider aus dem Rathaus mitteilt. Grundsätzlich wolle man sowohl das Hallenbad als auch die Freibadbecken öffnen, man „überprüfe jedoch alle Möglichkeiten“.

Der andauernde Dornröschenschlaf hat Folgen für den Schwimmverein: „Im Prinzip können wir als Verein derzeit gar nichts machen und sind komplett auf den Willen der Gemeinde, das Bad wieder in Betrieb zu nehmen, angewiesen“, sagt Abteilungsleiter Andreas Machauer vom Schwimmteam der Fußballvereinigung Weingarten. Das große Problem: „Jeder Monat Trainingsrückstand wird in der sportlichen Leistung spürbar sein.“

Stutenseebad in Blankenloch ist seit dem 15. Juni wieder geöffnet

Deutlich weiter ist man hingegen schon im Stutenseebad in Blankenloch: Dort hat der Schwimmverein das Training am 15. Juni unter Beachtung der entsprechenden Regeln wieder aufnehmen können. Seit Montag ist das Bad auch wieder für die Öffentlichkeit zugänglich, „zunächst nur mit telefonischer Voranmeldung unter Angabe des gewünschten Zeitfensters“, wie die Stadtverwaltung mitteilt.

Derzeit sind laut Hygienekonzept maximal 20 Personen im Schwimmerbecken beziehungsweise fünf pro Schwimmbahn sowie zehn Personen im Nichtschwimmerbecken zugelassen. Die Schwimmbahnen sind mit Trennleinen abgesteckt. Ein Mindestabstand von 1,5 Metern muss zu jedem Zeitpunkt eingehalten werden.

Das Hallenbad in Stutensee-Spöck bleibt vorerst noch geschlossen. In Dettenheim sitzen die Schwimmbegeisterten ebenfalls noch auf dem Trockenen. Wie auf Anfrage mitgeteilt wurde, hat die Gemeindeverwaltung entschieden, das Hallenbad in Liedolsheim vor den Sommerferien nicht wieder zu öffnen. Da das Bad in den Sommerferien sowieso geschlossen sei, rentiere sich aus wirtschaftlicher Sicht die Öffnung vor den Ferien nicht.

Hallenbad in Pfinztal soll nach den Sommerferien wieder öffnen

In Pfinztal plant man die Eröffnung des Hallenbads ebenfalls erst nach den Sommerferien, wie Sven Zöller aus dem Rathaus berichtet. Zwar verfügt das Bad, das sich wie in Liedolsheim auf Schulgelände befindet, über einen separaten Eingang und Öffnungszeiten außerhalb der Schulzeit, dennoch sei eine Öffnung im Vorfeld wahrscheinlich nicht möglich. Die zwei Kurse der DLRG, die in dem Bad stattfinden sollten, sind bereits abgesagt.

Ziel ist es jetzt, in den nächsten Wochen ein Hygienekonzept zu erstellen, dass den sich immer wieder verändernden Anforderungen der Landesverordnungen Rechnung trägt, wie Zöller erläutert.

Schwimmer müssen sich in Corona-Krise in Eggenstein noch gedulden

In Eggenstein müssen sich die Wasserratten ebenfalls noch gedulden, „bis eine kompatible Lösung gefunden wurde, um die Zahl der Besucher zu regulieren“, wie es aus dem Rathaus heißt.

Dabei geht es vor allem darum, die Nutzer bei Erreichen der maximalen Anzahl der Personen im Bad nicht unnötig warten zu lassen, sondern vorher zu informieren.

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