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Klimaresistente Gestaltung

Erschließung des Baugebiets „Vierundzwanzigmorgenäcker“ in Stutensee-Spöck ist abgeschlossen

Nach dem Baubeginn im März 2020 ist die Erschließung des Spöcker Baugebiets „Vierundzwanzigmorgenäcker“ nun abgeschlossen. Einige Arbeiten stehen aber noch bevor, erste private Bauarbeiten haben schon begonnen.

Erschließung fertiggestellt: Thomas Dopfer freut sich, dass am Gebiet Vierundzwanzigmorgenäcker bereits Maschinen für den Hochbau angerückt sind. Und dass demnächst zahlreiche Bäume gepflanzt werden. Foto: Rüdiger Homberg

Aus dem Spöcker Steinbückelweg, an dem es mit einem Sportverein nur eine Adresse gegeben hat, ist jüngst die Steinbückelstraße geworden – an der es bald zahlreiche Adressen geben wird. Sie schlängelt sich S-förmig durch das Neubaugebiet Vierundzwanzigmorgenäcker und endet erst nach einem Übergang über die Stadtbahnstrecke an der Heinrich-Heine-Straße.

Die Firma Bruchsaler ESB-Kommunalprojekt des promovierten Volkswirts Thomas Dopfer war für die Erschließung des sieben Hektar großen Geländes zwischen der Richard-Hecht-Schule und den Bahngleisen zuständig und hat es vor wenigen Tagen der Stadt Stutensee übergeben.

Wobei allerdings von EBS noch Arbeiten zu erledigen sind. So lässt die Firma etwa im Frühjahr einen Grünstreifen zwischen den Reihen der dort entstehenden Mehrfamilienhäuser anlegen. Einerseits zur Durchlüftung, andererseits aber auch, um Aufenthaltsqualität zu schaffen, mit Sitz- und Spielgelegenheiten.

Große, klimaresistente Bäume heimischer Arten sowie Blumenzwiebeln für die grünen Inseln wurden gerade angeliefert und werden, ebenfalls in Regie von EBS, in den nächsten Tagen angepflanzt und eingesetzt. Dazu ist die Firma noch die nächsten Jahre für die Grünpflege zuständig – etwa, wenn in einem großen Versickerungsbecken für Regenwasser Mäharbeiten notwendig sind.

Dieses Becken zu bauen war eine der Aufgaben, die unter EBS-Anleitung in den letzten 19 Monaten gelaufen sind. Auch war die Firma viel unter der Erde zugange, hat etwa die Wasser-, Strom- und Gasversorgungsleitungen gelegt, dazu zwei Kanäle für das Schmutz- und das Regenwasser. Und zweimal Glasfaserkabel für zwei Internetanbieter.

Statt wie für ein Baugebiet dieser Größe üblich ein Trafohäuschen stehen gleich drei an den Rändern. So können die künftigen Bewohner sogenannte Wallboxen zur Stromversorgung ihrer Elektrofahrzeuge installieren lassen.

Beginn der Bauarbeiten in Stutensee-Spöck im Corona-Lockdown

Baubeginn war am ersten März 2020. Somit war dies, sagt Thomas Dopfer „unsere erste komplette Corona-Baustelle“. Denn der Start lag direkt parallel zum ersten Pandemie-Lockdown. Die ausführende Baufirma hat zahlreiche Arbeiter aus dem Elsass, die dann zunächst nicht mehr über die Grenze kommen konnten.

Auch litt die Ausführung der Arbeiten an den weithin bekannten Lieferengpässen für verschieden Materialien, wie beispielsweise Kunststoffteilen. Dennoch ist Dopfer sichtlich stolz, dass der vereinbarte Fertigstellungstermin bis auf eine Verzögerung von rund einer Woche weitgehend eingehalten werden konnte.

Dass der Bedarf groß ist, ist daran abzulesen, dass ziemlich unmittelbar nach Fertigstellung der Erschließungsarbeiten an zwei privaten Grundstücken bereits die Bagger zum Aushub der Baugruben angerückt sind und auch schon ein Kran für den Hochbau steht.

Auf dem Gelände sind 101 neue Baugrundstücke entstanden. Auf elf davon werden größere Bauten wie beispielsweise Mehrfamilienhäuser errichtet. 90 Grundstücke sind für Einzelhäuser und Doppelhaushälften vorgesehen.

Ein kleinerer Teil des Areals war bereits im Eigentum der Stadt Stutensee, der größere war bei 90 Privateigentümern. Nach der Umlegung waren 43 Prozent in öffentlichem Besitz. Diese Flächen sind bereits mehrheitlich nach vom Stutenseer Gemeinderat beschlossenen Kriterien verkauft. Dazu kommen 70 private Eigentümer.

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