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Statistik

Wo gibt es Unfall-Schwerpunkte im nördlichen Landkreis Karlsruhe?

Wenn es an einer Stelle innerhalb weniger Jahre mehrere Unfälle gibt, zählt das in der Statistik als Unfall-Schwerpunkt. Rund um Weingarten und Stutensee gibt es einige davon.

Der Verkehrsknoten L558/L560 in Stutensee soll durch eine Ampelanlage entschärft werden. Entsprechende Planungen gibt es bereits. Foto: Klaus Müller

Das mit der Einschätzung und Wahrnehmung von Unfallschwerpunkten, von Gefahrenstellen im öffentlichen Verkehrsraum ist so eine Sache. Subjektiv gesehen dürfte jedem, egal ob Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer, in seinem näheren Umfeld die eine oder andere „gefährliche“ Stelle einfallen.

Rein verkehrstechnisch und statistisch gesehen wird dafür ein anderes Regelwerk herangezogen. Als Unfallschwerpunkte werden laut dem baden-württembergischen Verkehrsministerium Unfallorte eingestuft, die wenigstens eines der folgenden Kriterien aufweisen: fünf gleichartige Unfälle innerhalb eines Jahres, fünf Unfälle mit Personenschäden innerhalb von drei Jahren, drei Unfälle mit Schwerverletzten oder Todesopfern innerhalb von drei Jahren.

Wie sieht es nun mit „objektiven“ und „subjektiven“ Unfallschwerpunkten in den Kommunen im nördlichen Landkreis Karlsruhe aus?

Weingarten

2019 gab es in der Gemeinde im Fünfjahresvergleich laut Statistischem Landesamt so wenig Unfälle mit Personenschäden (38 Unfälle) beziehungsweise schwerwiegende Unfälle mit Sachschaden (acht) wie noch nie. Die meisten Unfälle (28) dieser Art ereignen sich außerorts.

Im Sinne der Definition des Verkehrsministeriums sind laut Gemeindeverwaltung derzeit keine Unfallschwerpunkte vorhanden.

Alle zwei Jahre gebe es eine Verkehrsschau, bei der es um Aspekte im Bereich Straßenverkehr und Verkehrssicherheit gehe, teilt die Sprecherin der Gemeindeverwaltung, Vanessa Graf, mit. Als aktuelles Beispiel für eine Gefährdungslage nennt sie die Einleitung des Radwegs an der Kreuzung Bahnhofstraße/Ringstraße. Vorgesehen ist an dieser Stelle eine Querungshilfe.

Walzbachtal

Die Einschätzung von Bürgermeister Timur Özcan (SPD), dass insbesondere der Bereich Aus- und Einfahrt Wössinger Straße/B 293 als Unfallschwerpunkt einzustufen ist, deckt sich insgesamt gesehen mit den Zahlen.

Die Hälfte der 30 schwerwiegenden Unfälle auf Gemeindegemarkung gab es 2019 im Bereich der Bundesstraße. Gefährlich geht es für Fahrradfahrer und Fußgänger nach Auffassung der Gemeinde an der Kreuzung B293/Jöhlinger Straße zu.

Innerhalb des Orts sei derzeit keine Häufung von Unfällen an bestimmten Stellen bekannt. Regelmäßig gibt es in der Gemeinde eine Verkehrsschau.

Stutensee

Relativ häufig gibt es Unfälle dort auf Landesstraßen, was daran liegen mag, dass sich die Gemarkung der Großen Kreisstadt über eine recht große Fläche erstreckt. 56 Unfälle mit Personenschäden wurden 2019 registriert. Im Vergleich zu 2018 (59 Unfälle) etwas weniger, zu 2015 (40) deutlich mehr.

Zwei Unfallorte fallen laut Gemeindesprecher Lukas Lang auf: der Knotenpunkt L558/L560, Richtung Gewerbegebiet Friedrichstal und die Einmündung der L558 in Richtung Graben-Neudorf bei Friedrichstal.

Am Knotenpunkt L558/L560 soll der Verkehr künftig mittels einer Ampelanlage gesteuert werden. Ein entsprechendes Planfeststellungsverfahren ist beim Regierungspräsidium in Arbeit.

Eggenstein-Leopoldshafen

Im Verhältnis gesehen kommt es in der Gemeinde innerorts häufiger zu (schwerwiegenden) Unfällen als außerorts. 39 solcher Unfälle wurden 2019 innerhalb der Ortsteile aufgenommen, außerhalb waren es 25.

Nach Auswertung der Unfälle durch die Verkehrspolizei gebe es in der Gemeinde keine Unfallschwerpunkte, sagt Ordnungsamtsleiter Philipp Jänicke. Die Auffassung der Gemeinde unterscheide sich dabei nicht von der Einschätzung durch die Polizei. Die Gemeinde sei ständig bemüht, durch Markierungen und Beschilderungen sowie durch Kontrollschwerpunkte die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

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