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Sorge um die Söhne belastet Eltern

Verein „Lembacher Weg“ in Stutensee unterstützt Familie mit zwei schwer kranken Kindern

Ein Kreis von Familien in Stutensee hat vor Jahren den Verein „Lembacher Weg” gegründet, um schwerkranken Kindern zu helfen. In diesem Jahr wird es dem Verein allerdings durch Corona erschwert, Spenden zu sammeln. Genau jetzt brauchen aber zwei schwer kranke Kinder seine Hilfe.

Neues Hilfsprojekt: Thomas Riedel ist stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Lembacher Weg“ in Stutensee. Er berichtete jetzt über die Notlage einer Familie, die der Verein unterstützt. Foto: Alexander Werner

Von Alexander Werner

Mit dem coronabedingten Ausfall ihres alljährlichen Benefizstraßenfests ging dem Stutenseer Verein „Lembacher Weg“ seine wichtigste Einnahmequelle für seine sozialen Projekte verloren. Wie stellvertretender Vorsitzender Thomas Riedel hervorhob, sei der Verein deswegen 2020 umso mehr auf Spenden angewiesen.

Das Engagement aber läuft ungebremst weiter. Der kleine Kreis von Familien in der Straße in Blankenloch hatte sich vor Jahren gegründet, um schwerstkranken Kinder auf ihrem Leidensweg Herzenswünsche zu erfüllen und Glücksmomente zu schenken.

Jetzt ließ der Verein einer Familie mit zwei schwerst erkrankten und –behinderten Kindern eine Spende von 5.000 Euro zukommen. Die Eltern hatten sich über den Karlsruher Kinderhospizdienst, der die Kinder betreut, an den Verein gewandt.

Die Familie brauche bei massiv eingeschränkter Mobilität ein spezielles Fahrzeug, in dem alle Familienmitglieder und die zwei Rollstühle Platz haben, erläuterte Riedel. Zusätzlich zur jetzigen Unterstützung startete der Verein einen Spendenaufruf.

„Wir werden schauen, was im Ganzen an Spenden zusammenkommt. Sollte am Ende noch etwas fehlen, könnten wir noch einen Betrag drauflegen“, sagte er.

Wir genießen jede einzelne Minute mit unseren Kindern.
Eltern der beiden schwerst erkrankten Ahmad und Talin

Die Eltern hatten von einem besonders schweren Schicksal berichtet, da zwei ihrer vier Kinder – Ahmad und Talin – mit dem Aicardi-Goutière-Syndrom geboren wurden. Dabei handle es sich um eine genetisch bedingte Erkrankung des Gehirns, die eine schwere Verzögerung der geistigen und körperlichen Entwicklung bedinge.

Die Eltern schrieben, dass Talin einen Platz in einem Schulkindergarten mit dem Förderschwerpunkt der körperlichen und motorischen Entwicklung erhalten habe. „Leider ist die Lebenserwartung unserer Kinder nicht sehr hoch. Wir genießen jede einzelne Minuten mit unseren Kindern“, hoben Mutter und Vater hervor.

Deutlich wird in ihrem Brief, wie oft sie bei vielen Terminen in der Kinderklinik, bei Kinderärzten oder bei der Physiotherapie an die Grenzen ihrer Belastbarkeit stoßen. Angesichts des hohen Betreuungsbedarfs sind sie nicht in der Lage, eine Arbeit aufzunehmen. Finanzielle Rücklagen sind nicht vorhanden.

„Wir haben unser Schicksal akzeptiert und geben unseren Kindern all unsere Kraft, Energie, Liebe und die Zeit, die wir aufbringen können“, heben die Eltern hervor. Um den Alltag bewältigen zu können und lebenswerter zu machen, bräuchte es aber ein passendes Auto. Einen Antrag beim Landratsamt habe man bereits gestellt. Das Amt könne aber nicht die gesamte dafür nötige Summe übernehmen.

Verein „Lembacher Weg”

Informationen über den Verein „Lembacher Weg“, seine Ziele und Projekte findet man auf der Homepage unter www.lembacher-weg.de.

Spenden für das neue Projekt sind über das Vereinskonto Iban DE13 6619 0000 0010 1851 65 bei der Volksbank Karlsruhe mit Verwendungszweck „Ahmad und Talin“ möglich.

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