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Baumverkäufer gibt Auskunft

Von kaufen bis schmücken: So bleibt der Weihnachtsbaum am längsten schön

Adventszeit ist auch Weihnachtsbaumzeit. Aber wann herrscht beim Christbaumverkauf der größte Andrang? Welcher Baum ist am beliebtesten? Und wie pflegt man die Tanne richtig, um möglichst lange Freude daran zu haben? Weihnachtsbaumverkäufer Michael Wesch aus Blankenloch gibt Auskunft.

Wer von seinem Christbaum besonders lange etwas haben will, sollte ihn nach dem Kauf nicht sofort im Zimmer aufstellen. Foto: N/A
Von unserer Mitarbeiterin Marianne Lother

Gleich am ersten Verkaufstag kommen Pedrag Pejic und seine Tochter Paula zu Michael Wesch in Blankenloch, um einen Weihnachtsbaum zu kaufen. „Man muss frühzeitig kommen, sonst sind die Schönsten schon weg“, begründet der Vater den schnellen Entschluss.

Er weiß auch genau, was er will. „Buschig soll er sein.“ Aber: „Nicht zu buschig“, fügt Paula hinzu. Denn habe der Baum unten zu viele Äste, dann sei ja kein Platz mehr, um die Krippe aufzustellen und – vor allem –, um die Geschenke hinzulegen.

Michael Wesch, der seine Ware aus Oberkirch im Schwarzwald bezieht, rät zu einer Nordmannstanne, die bringe die besten Voraussetzungen und sei die beliebteste unter seinen verschiedenen Sorten. 70 Prozent seiner Kunden entschieden sich dafür. Samstags sei bei ihm der größte Andrang. Dann kämen viele Kunden mit der Familie und dann werde schon mal diskutiert. „Manche schauen 15 Bäume an und brauchen zwei Stunden“, sagt er und lacht, „um am Ende doch den ersten zu nehmen.“

Liebe auf den ersten Blick beim Christbaumkauf

Ausschließlich Nordmannstannen aus dem Odenwald hat Petra Stärk, zuständig für den Verkauf bei Garten- und Landschaftsbau Stärk in Weingarten. „Nordmänner sind darum so beliebt, weil sie nicht stacheln“, ist ihre Erfahrung. Auch sie weiß um die Qual der Wahl, denn auch bei „Nordmännern“ gebe es Farb- und Strukturunterschiede. Aber immer öfter sei es bei ihren Kunden „Liebe auf den ersten Blick“.

Seit rund 20 Jahren verbindet sie mit dem Christbaumverkauf eine Benefizaktion, indem sie den Erlös der Bäume an eine karitative soziale Organisation weitergibt. Jedes Jahr an eine andere. Diesmal geht die Spende an das Kibogora-Krankenhaus in Ruanda. Dort operiert Professor Peter Schuler Kinder, die an

Osteomyelitis (Entzündung des Knochens und des Knochenmarks) leiden.

Bäume sollen sich erst akklimatisieren

An diesem Tag ist Ulrich Reichert ihr erster Kunde. Er kommt seit vielen Jahren und weiß, was er da findet. Hauptsache, die Größe stimmt. Das Bäumchen ist schnell ausgewählt und Petra Stärk zieht es in ein Netz. „Dieses Jahr bin ich früher dran als sonst“, sagt Reichert. Zu Hause werde er den Baum gleich aufstellen, denn er wolle dieses Jahr „etwas länger davon haben“.

„Das machen viele“, weiß die Fachfrau, schränkt aber ein, dass draußen auf der Terrasse vor dem Wohnzimmerfenster der richtige Platz sei. Die Lichterkette könne man jetzt schon anbringen, den restlichen Schmuck besser erst im Zimmer. Bei dieser Kälte empfehle sie, den Baum zu „akklimatisieren“, also erst noch zwei Tage in die Garage oder in den Keller und dann erst in die warme Stube zu bringen. Dann in Wasser stellen und das Wasser immer wieder nachfüllen.

Pedrag Pejic verwendet viel Sorgfalt, um seinen Baum frisch zu halten. Er legt ihn mit dem Netz flach auf einen Tisch, wo er ihn alle paar Tage wendet, damit keine Seite platt gedrückt wird und er schlägt den Stamm in ein feuchtes Tuch ein. „Das hält ihn frisch, denn die Kapillarwirkung besteht ja immer noch.“

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