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Ruhe auf den Umleitungsrouten

Fußgänger und Radfahrer überqueren gesperrte Rheinbrücke

Das erste Fazit der zweiten Rheinbrückensperrung lautet: Keine Staus, dafür mehr Fußgänger und Radler. Wobei nicht jeder Fußgänger sich freiwillig aufmachte. Die Sperrung lief von Mitternacht am Ostersamstag bis in die frühen Morgenstunden am Ostermontag.

Radler und Fußgänger erobern an Ostern die für den Fahreugverkehr gesperrte Rheinbrücke. Foto: Alexander Werner

In der Nacht auf Ostersamstag wurde die Rheinbrücke um Mitternacht zum zweiten Mal im April für den Fahrzeugverkehr gesperrt . Die Sperrung dauert bis in die frühen Morgenstunden des Ostermontags.

Von Alexander Werner

Was die Auswirkungen der Sperrungen auf die Umleitungsrouten angeht, lief offensichtlich alles glatt. Meldungen über merklich erhöhtes Verkehrsaufkommen oder dadurch bedingte Staus lagen im Polizeipräsidium am Samstag keine vor.

Baustellentätigkeiten meist im Verborgenen

Auf der Baustelle war scheinbar auch alles ruhig, denn die meisten Bauarbeiten liefen auf der nördlichen Fahrbahn unter einem fast das ganze Bauwerk durchziehenden Verschlag mit Segeldach. Arbeiten außerhalb dieses Dachs, ließen sich beobachten. So konnte man sehen wie ein Betonmischer rückwärts zur Zelteinfahrt manövriert und seine Ladung für die Verstärkung der Fahrbahnplatte auf die Förderanlage abließ. Arbeiter machten sich an beiden Brückenausläufern zu schaffen. Kleinere Baufahrzeuge und -LKWs befuhren ebenso wie die Baustellenkontrolle die vom Bau nicht tangierte zweite Fahrbahn.

Fuß- und Radweg gut frequentiert

Eifrige Betriebsamkeit herrschte dagegen auf dem seitlichen Fuß- und Radweg. Immer wieder passierten darüber auch motorisierte Zweiräder die Brücke. Zugelassen sind Pedelecs, Mofas oder Roller bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern, die die Brücke ausnahmsweise ohne den Autolärm befahren dürfen. Ein alternatives Fortbewegungsmittel ist während der Sperrung übrigens auch die Fähre.

Unfreiwilliger Brückenspaziergang

Pech hatte, wer zwar von der Sperrung wusste, aber nicht genau,wann die sei, so wie Andrea Prasse. So war die Karlsruherin überrascht, als sie die Schilder sah und die Trasse mit Schilderwald und Sperranlage hinter der Ausfahrt Maxau dicht war. Sie sei dann von dort, ohne den Weg genau zu kennen, „auf gut Glück“ in Richtung Rhein weitergefahren. Im Maximilian Center in Wörth habe Ostergeschenke für die Kinder bestellt. Die müsse sie nun abholen und mache das Beste daraus. So ein Frühlingsspaziergang sei ja schön, resümierte sie.

  • Hintergrund: Rheinbrücke Karlsruhe wird komplett gesperrt: Neuer Beton, keine Erschütterungen

Beginn der Sperrung: Nacht von Karfreitag auf Samstag, 0 Uhr Ende der Sperrung: Montag 22. April, 5 Uhr

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