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Dromedarfleisch als kulinarisches Highlight

Team aus Stutensee fährt im Gebrauchtwagen durch die Wüste

Das Team „Friends for Africa“ unterstützt mit seiner Teilnahme an der Rallye Dresden-Dakar-Banjul Hilfsprojekte in Gambia.

Der VW T4 Caravelle Baujahr 98 des Team – Friends for Afrika aus Stutensee im Bild
Der VW T4 Caravelle, Baujahr 1998, des Teams „Friends for Africa“ aus Stutensee wird am Ziel in Banjul, der Hauptstadt in Gambia, zugunsten von Hilfsprojekten versteigert. Foto: Peter Heidt

Die Wüstendurchquerung Mauretaniens liegt hinter dem Team „Friends for Africa“ (FFA). Am 11. November sind die Fahrer aus Stutensee, Peter Heidt und Michael Lorenz, zur Rallye Dresden-Dakar-Banjul aufgebrochen. „Nun ist Endspurt angesagt. Laut Plan sind es noch drei Tagesetappen bis zur Hauptstadt Banjul in Gambia“, so Heidt.

Nicht die Schnelligkeit zählt für die 50 Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auf ihrer abenteuerlichen Fahrt in ihren Gebrauchtwagen zum kleinsten Land in Westafrika. Der Hilfsgedanke steht im Vordergrund. Und so soll ihr Fahrzeug, ein VW-Bus T4, Baujahr 1998, in Banjul versteigert werden. Der Erlös kommt den Hilfsprojekten des Vereins Breitengrad im Land zugute.

Fünf-Tage-Tour durch die Wüste

Die fünf Tage dauernde Tour durch die Wüste war die schwierigste Etappe, so Heidt. Zwar seien die Temperaturen mit 35 Grad moderat, doch im sandigen Untergrund konnten die Fahrer, die die Strecke im Konvoi absolvieren, nur etwa 60 Kilometer am Tag zurücklegen.

Ein spezieller Wüstenguide wies durch die Landschaft voller Wanderdünen, auch hatten die Schrauber, die den Konvoi begleitet hatten, einiges zu reparieren. Fahrzeuge blieben liegen, versandeten in den Dünen und mussten mit Seil und Muskelkraft wieder herausgezogen werden.

Für den langen Trip durch die atemberaubende Landschaft war Selbstversorgung angesagt. Die Autos wurden mit Wasser und Lebensmittelvorräten beladen, nachts war Outdoorcamping angesagt. „Ein atemberaubender Sternenhimmel und eine unglaubliche Ruhe waren die Belohnung für die strapazierende Fahrt“, sagt Heidt.

Diesel ist kräftig mit Altöl gepanscht

Ein Liter Diesel kostet in Mauretanien umgerechnet 1,07 Euro und ist kräftig mit Altöl gepanscht, berichtet Heidt aus dem Land mit gigantischem Handelsdefizit. Das kulinarische Highlight bisher war Dromedarfleisch mit Quitten im Fort Bou Jerif, dem ehemaligen Camp beziehungsweise Stopp der Rallye Paris-Dakar in Marokko, so der 68-Jährige. Bei dem Halt sorgte eine Schlangenaufführung mit Kobras und Sandvipern zum Dessert für Begeisterung.

„Die Armut in Afrika ist überall spürbar. Ebenso wie die Umweltverschmutzung, nicht nur durch allerorts aufgehäufte Müllberge, sondern auch durch angeschwemmtem Müll im Meer und an den Stränden schwer zu ertragen ist“, sagt Heidt. Er nimmt bereits zum zweiten Mal an der Rallye teil. Ebenso beeindruckend sei, was hier so alles auf den Straßen herumfahre: „Das muss man einfach gesehen haben, was hier alles zusammengeschweißt wird.“

In Marokko gab es ein Problem mit der Gangschaltung. Ein ausgebrochenes Plastikteil wurde durch ein Stück Holz ersetzt. Bisher funktioniere das einwandfrei, erzählt Heidt. Und hofft, dass der Bully bis zur Versteigerung weiter durchhält.

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