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Verkehrssicherheit

Unfallschwerpunkte: An diesen Stellen kracht es in der Hardt am meisten

Das Land will mit Unfallkommissionen die Risiken im Straßenverkehr senken. Polizei, Straßenbehörden und Kommunen sollen künftig besser zusammenarbeiten. Doch an welchen Orten passieren in den Gemeinden nördlich von Karlsruhe die häufigsten Unfälle?

Gefahrenpunkt: Aufpassen sollten hier, Wöschbacher Straße / Breitenfeldstraße in Berghausen, alle Verkehrsteilnehmer. Der Gefahrenpunkt soll entschärft werden. Foto: Klaus Müller

Wenn es zu oft auf der Straße kracht, wenn statistisch gesehen Unfallhäufigkeiten an bestimmten Örtlichkeiten vermehrt auftreten, sollte gehandelt werden. In diesem Fall, so die Vorgaben des baden-württembergischen Verkehrsministeriums, müsste eine Unfallkommission mit Vertretern der Polizei, der Straßenbehörden und gegebenenfalls Vertretern der betroffenen Kommune sich des Themas annehmen. „Unfallkommissionen“, heißt es, „untersuchen gezielt gleichartige und gehäuft auftretende Unfälle an Unfallschwerpunkten und entwickeln Lösungsansätze zur Vermeidung.“ Entsprechende Maßnahmen sollten so schnell wie möglich umgesetzt werden.

Allerdings ist das mit dem Faktor Zeit so eine Sache. Bürgern und Kommune geht es mitunter zu langsam, bis tatsächlich etwas geschieht. Umso wichtiger sind regelmäßige Verkehrsrunden oder Verkehrsschauen – oder wie man den Austausch der Verantwortlichen in Sachen Beseitigung von Gefahrenstellen im öffentlichen Verkehr nennen mag.

So jedenfalls lässt sich ein Ergebnis einer Rundumschau der BNN in den Gemeinden nördlich von Karlsruhe zum Thema Unfallschwerpunkte zusammenfassen.

Pfinztal

Trotz der extrem angespannten Verkehrssituation in der Gemeinde mit ihren zwei Bundesstraßen (B10 und B293) und einem zunehmenden Verkehrsaufkommen bewegt sich die Anzahl schwerwiegender Unfälle seit Jahren auf einem gleichbleibenden Niveau. Um die 40 solcher Unfälle mit Personenschaden und erheblichen Sachschaden wurden seit 2015 pro Jahr in Pfinztal registriert (Quelle: Statistisches Landesamt).

Über die Hälfe der Unfälle ereigneten sich auf den Bundesstraßen. Gefahrenpunkte sieht die Gemeindeverwaltung innerorts besonders in Berghausen, unter anderem im Bereich der Einmündungen in die B293. Problematisch erweist sich die Wöschbacher Straße (Berghausen), zum Beispiel im Einmündungsbereich Breitenfeldstraße. Kurzum: Dort wo viele unterschiedliche Verkehrsteilnehmer zusammentreffen – Radfahrer, Fußgänger, motorisierter Verkehr – finden sich oftmals subjektive, aber auch messbare Gefahrenpunkte.

Linkenheim-Hochstetten

Glücklich kann sich eine Gemeinde schätzen, die kundtut, dass es auf ihrer Gemarkung aktuell keine Unfallschwerpunkte gebe. Das jedenfalls war aus Linkenheim-Hochstetten zu hören. Was allerdings nicht bedeutet, dass es dort gar nicht kracht. 2019 tauchen in der Statistik 35 Unfälle mit Personen- und/oder Sachschäden auf – gemessen an den vergangenen fünf Jahren ein Durchschnittswert. Zu solchen Unfällen kommt es größtenteils innerorts.

Graben-Neudorf

Auch in dieser Gemeinde lässt sich laut Verwaltung aktuell von keinen Unfallschwerpunkten berichten. Man setze auf Prävention und Vorsorge: Durch einen regelmäßigen Austausch mit der Polizei sollen bereits im Vorfeld „etwaige zusätzliche Sicherheits- oder Vorsichtsmaßnahmen“ getroffen werden. Dazu die Statistik: Unfallrekordjahr im Fünfjahresvergleich war 2018 mit 74 schwerwiegenden Unfällen. 2019 ging die Zahl auf 59 zurück.

Dettenheim

Im Vergleich zu den offiziellen Unfallstatistiken werden nach Auskunft von Hauptamtsleiter Swen Goldberg in der Gemeinde „kritische Bereiche in viel kleineren Strukturen betrachtet“. Das gilt unter anderem für die Bereiche Fußgänger und Radfahrer. Eine gewisse Unfallhäufigkeit lässt sich entlang der L602 feststellen. Insgesamt gesehen gehört Dettenheim – statistisch gesehen – zu den Gemeinden in der Region mit dem geringsten (schweren) Unfallaufkommen. 15 solcher Unfälle gab es 2019, elf davon auf Landesstraßen.

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