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Hit mit „Lasst uns durchdrehen“

Walzbachtaler greift beim Schlagerwettbewerb nach der Stauferkrone

Wolle Becker gehört zu den Finalisten beim internationalen  Schlagerwettbewerb in Göppingen am 6. April. Er tritt gegen 18 Interpreten aus fünf Ländern an.

Seine Leidenschaft für die Musik lebt der 57-jährige Wolle Becker seit seiner Jugend aus.
Seine Leidenschaft für die Musik lebt der 57-jährige Wolle Becker seit seiner Jugend aus. Foto: Heidrun Kleinhans

Das Bühnenoutfit im Stil der 1950er Jahre steht. An seiner Performance beim Showauftritt in der Stadthalle in Donzdorf am 6. April feilt Wolle Becker noch. Das Ziel des Schlagersängers aus Walzbachtal ist die Stauferkrone 2024.

Mit ihr wird der Gewinner des internationalen Schlagerwettbewerbs in Göppingen gekrönt. Die Stauferkrone gilt als der größte deutschsprachige Schlagerwettbewerb in Europa. „In der achtköpfigen Jury sitzt Ralph Siegel“, sagt Becker. „Die Schlagergröße Bernhard Brink wird am Tag der Entscheidung ein einstündiges Konzert vor 600 Fans geben.“

Im Gepäck hat Wolle Becker seinen bisher größten Sommerhit „Lasst uns durchdrehen“, der seit September im Radiosender SWR4 zu hören ist und es in die HR4-Hitparade geschafft hat. 18 Interpreten aus fünf Ländern wurden als Finalisten für den Schlagerwettbewerb ausgewählt. „Das Kriterium für die Bewerbung war, dass die Komposition und der Text aus der eigenen Feder stammen“, erklärt Becker.

Die neue Liebe wollte eine eigene Form

Seine Leidenschaft für die Musik lebt der 57-Jährige seit seiner Jugend aus. Als Junge mit Wandergitarre und Elvis-Stimme gab er die ersten Konzerte im Wohnzimmer. Später kamen Konzerte mit diversen Bands wie den Rocking Men als Sänger und Gitarrist oder dem Duo One2Crazy hinzu.

Den musikalischen Wendepunkt hin zum Schlager, weg von den rockigen, poppigen Coversongs markierte vor sechs Jahren die Begegnung mit seiner Freundin Heidrun. Die neue Liebe wollte eine eigene Form.

„Ich verarbeitete und verpackte Gefühle, für die es bisher noch keine Worte gab, in selbst komponierte Lieder“, so Becker. Seine Muse hörte zu, feilte mit ihm an den manchmal überbordenden Texten, motivierte zu mehr Schwung in der Melodie.

Weil alle rund um die Uhr wissen sollten, wie es sich anfühlt, endlich angekommen zu sein, wünschte er sich seine Stimme im Radio. Vom naiv eingespielten ersten eigenen Stück, das er Thomas Brockmann von der neuen Welle zukommen ließ, bis hin zu den ersten professionellen Studioaufnahmen dauerte es kaum ein Jahr.

„Ja, du kannst das.“ So heißt der Titel einer seiner ersten Singles, einer beschwingten Samba-Nummer, bei der auch Otto Staniloi, der Saxofonist der Spider Murphy Gang, zu hören ist. Rund 20.000 Euro bei bisher zehn veröffentlichten Liedern hat den Schlagermusiker bisher die Investition in seine Professionalität gekostet, inklusive Studioaufnahmen beim Komponisten Willy Klüter in München.

Seine beschwingten Hits zum Tanzen hätten gefühlvolle Texte, die mit Augenzwinkern zu verstehen seien, sagt er. Manchmal nehme er sich dabei selbstironisch etwas auf die Schippe. „Mein Ziel als Schlagersänger ist es, immer authentisch zu sein“, so Becker.

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