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Hochsaison für Fundbüros

Was die Menschen im Sommer so alles in Stutensee und Umgebung verlieren

Im Sommer sind die Menschen mehr draußen unterwegs. Und verlieren Sachen. Das sorgt für mehr Arbeit in den Fundbüros.

Was abgegeben wird, landet in Stutensee-Blankenloch zunächst bei Ute Wippert an der Infotheke am Rathauseingang. Dann wird es katalogisiert, erhält eine Referenz-Nummer und Objektbeschreibung.
Was abgegeben wird, landet in Stutensee-Blankenloch zunächst bei Ute Wippert an der Infotheke am Rathauseingang. Dann wird es katalogisiert, erhält eine Referenz-Nummer und Objektbeschreibung. Foto: Volker Knopf

Im Sommer, wenn die Menschen verstärkt draußen unterwegs sind, verlieren sie auch immer mal wieder das eine oder andere. Dauerbrenner sind dabei Handys, Ringe und Schlüssel, wie Andrea Beck, Leiterin des Fundbüros in Stutensee, berichtet. Die Abholquote schätzt sie auf unter 50 Prozent.

Handy oder Schlüssel werden schnell abgeholt

„Klar, ein Handy wird schneller abgeholt, ein Schlüssel auch. Generell hängt es wohl auch vom Wert ab, das ein Objekt für den jeweiligen Besitzer hat“, so die gelernte Justizfachangestellte. In jedem Fall habe sich die Quote der an der Infotheke im Rathaus Stutensee abgegebenen Utensilien im Monat Juli im Vergleich zum März fast verdoppelt. Wobei die Steigerung von fünf auf elf Fundsachen noch im unteren Bereich angesiedelt sei.

Jeder Vorgang erhält eine Referenznummer

Jeder Vorgang erhält eine Referenznummer, das Datum und eine Objektbeschreibung, erklärt Beck. Der Abholer wiederum muss das verlorene Teil genau beschreiben und sich ausweisen, erst dann findet das gute Stück wieder zum Besitzer zurück.

Auch Bargeld wurde schon abgegeben

Selbst Bargeld, das auf offener Straße gefunden wurde und wohl kaum einer Person zuzuordnen ist, hat ein ehrlicher Finder bereits über die Info-Theke gereicht. „Wir habe sogar einen Ehering mit Gravur im Fundus“, berichtet Beck. Wenn ein Hausschlüssel verlustig geht, der zu einer Schließanlage gehört, kann es teuer werden.

Auch wenn ein Bewohner aus Stutensee außerhalb der Gemeindegrenzen etwas verloren hat, kann das Fundbüro der Gemeinde ins Spiel kommen. Als ein Personalausweis in einer Handy-Hülle unlängst beim Fundbüro in Heidelberg abgegeben wurde und dessen Daten auf einen Stutenseer hinwiesen, kontaktierten die Kurpfälzer ihre Kollegen in der Großen Kreisstadt – und der Glückliche erhielt Handy samt Personalausweis zurück.

Zwei Euro muss der Abholer zahlen

„Wir bemühen uns immer herauszufinden, wem etwas gehört. Dann kontaktieren wir die Person natürlich, wenn das möglich ist“, betont Beck. Kürzlich wurde eine gelbe Tasche mit Kleidung abgegeben, deren Inhalt darauf hindeutet, das sie wohl aus Frankreich stammt. Aber letztlich sei die Recherche ins Leere gelaufen, so die Mitarbeiterin der Bußgeldstelle, der das Fundbüro zugeordnet ist.

Generell gilt: Zwei Euro muss der Abholer zahlen. Bei einem hohen Wert bis 500 Euro sind es zwei Prozent des Werts, bei über 500 Euro drei Prozent.

„Handys, Schlüssel, Jacken“ zählt auch Ute Wippert auf, die an der Infotheke im Rathaus in Blankenloch die Ware entgegennimmt. „Oder hier, diese Zange, die wir kürzlich bekamen“, fügt die Mitarbeiterin am Service-Point an.

Fahrräder werden oft abgegeben

Die Liste, die Jonas Hartl, Fachbereichsleiter Ordnungswesen in Eggenstein-Leopoldshafen, aufzählt, hört sich ziemlich identisch an. Er kann aber als Kuriositäten noch Motorsense und Kanu hinzufügen. „Auch Fahrräder werden oft abgegeben“, berichtet der 30-Jährige.

Der ehrliche Finder kann nach einer sechsmonatigen Frist das Fundstück zurückerhalten, wenn sich bis dahin niemand gemeldet hat. Es werde im Formular vermerkt, wenn das gewünscht wird. Einen Finderlohn gibt es zwar generell nicht – aber eben das Objekt eventuell wieder zurück.

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