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Nach zwei Monaten

Ermittlungen laufen noch: Kaum Zeugen zu Überfall auf Tankstelle in Weingarten im Dezember

Auch nach zwei Monaten ist noch unklar, wer Anfang Dezember die Tankstelle in Weingarten überfallen hat. Die Polizei hatte eine Täterbeschreibung mit Phantombild des Flüchtigen veröffentlicht, auf die sich aber nur wenige Zeugen meldeten.

Tankstellenüberfall Weingarten
Tankstellenüberfall Weingarten Foto: Marianne Lother

Aktuell sind von der Polizei noch keine neuen Erkenntnisse zum Raubüberfall auf die Shell-Tankstelle in Weingarten im Dezember zu erfahren. „Die Ermittlungen bei der Kriminalinspektion 2 laufen noch, weshalb wir keine weiteren Auskünfte erteilen können“, erklärt Larissa Großmann von der Pressestelle im Polizeipräsidium Karlsruhe auf BNN-Rückfrage.

Am Morgen des 9. Dezember hatte ein nach ersten Informationen etwa 20 bis 30 Jahre alter, mit einer Pistole bewaffneter Mann die Tankstelle überfallen und mehrere 100 Euro erbeutet. Im Einsatz waren 20 Streifenwagen und eine Ringfahndung wurde ausgelöst.

Die Polizei hatte eine Täterbeschreibung mit Phantombild des Flüchtigen veröffentlicht sowie einen Zeugenaufruf gestartet. Wie Larissa Großmann mitteilt, haben sich daraufhin einige wenige Zeugen bei der Kriminalpolizei gemeldet.

„Die Ermittlungen der Kriminalpolizei werden weiter geführt. Nach deren Abschluss entscheidet die Staatsanwaltschaft über den weiteren Verfahrensgang wie beispielsweise über eine Anklageerhebung“, informiert sie.

Laut Kriminalstatistik sanken Raubüberfälle im Landkreis auf drei Fälle

Bei dem Überfall auf die Tankstelle in Weingarten handle es sich um den einzigen polizeilich bekannten derartigen Fall im Jahr 2022 im nördlichen Landkreis Karlsruhe. Daher könne man keine Angaben im Sinne von örtlichen Schwerpunkten machen, ergänzt sie.

Aus der Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums von 2021 ließen sich Aufklärungsquoten zu Delikten der Kategorie Raub und räuberische Erpressung auf sonstige Zahlstellen und Geschäfte im gesamten Dienstbezirk sowie im Landkreis Karlsruhe in einem Zehn-Jahres-Vergleich entnehmen, führt sie an. Darunter fielen auch Raub und räuberische Erpressung bei Tankstellen.

„Anzumerken ist, dass die Aufklärungsquote 2021 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 15 Prozent anstieg. Die Fallzahlen sanken auf den niedrigsten Stand im Vergleichszeitraum“, betont Larissa Großmann.

Die Raubüberfälle auf Geschäfte, Spielhallen und Tankstellen im Landkreis seien um drei auf drei Fälle auf den niedrigsten Stand im Vergleichszeitraum gesunken. Die Aufklärungsquote sei konstant bei 66,7 Prozent geblieben.

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