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Dauerbaustelle

Jöhlinger Straße in Weingarten ist ab Mai wieder komplett frei

Das Ende ist absehbar: Noch rund einen Monat und die gefühlte Jahrhundertbaustelle Jöhlinger Straße wird – aller Voraussicht nach – fertig sein.

Eine Ampel regelt die halbseitige Sperrung der Bundesstraße. Es ist die letzte Baustelle vor der Fertigstellung der Jöhlinger Straße Foto: Marianne Lother

„Die Baufirma arbeitet voll im Zeitplan“, sagt Gerd Weinbrecht, Fachbereichsleiter Tiefbau im Weingartener Rathaus. Unvorhergesehenes könne natürlich immer passieren, aber planmäßig laufe jetzt alles wie am Schnürchen. In der Vergangenheit, an der Nahtstelle zwischen dem zweiten und dritten Bauabschnitt, konnte sogar Zeit aufgeholt werden, so dass die Gesamtbaustelle früher zum Ende komme als in der allerersten Planung, die noch Juli als Ziel ausgegeben hatte.

Seit vergangener Woche ist die Bundesstraße 3 im Kurvenbereich auf der Höhe des Rathauses auf einer Strecke von rund 25 Meter halbseitig gesperrt. Eine Baustellenampel regelt den Verkehr. Als Grund dafür nennt Weinbrecht, dass die Bundesstraße geöffnet werden musste, um die Glasfaserkabel für die Breitbandversorgung zum Rathaus zu bringen und die Einbindung der neuen Trinkwasserleitung an die Hausanschlüsse im Kreuzungsbereich fertigzustellen.

Zeitgleich wird das Pflanzenbeet mit Baum im Bereich des Asia-Imbisses angelegt und werden die Arbeiten zur Gehwegherstellung vom Pfarramt bis zur Bundesstraße durchgeführt. Die Sperrung wird rund 14 Tage in Anspruch nehmen, also voraussichtlich noch bis Ende nächster Woche dauern.

Umleitung kam auf Druck der Anwohner

Im Vorfeld war überlegt worden, ob es möglich sei, die Leerrohre unter der Straßendecke hindurchzuschießen, aber das Vorhaben hat sich als nicht praktikabel erwiesen. Dass die durch Ampeln geregelte Umleitung über den Steigweg, die eigentlich lediglich für die Anwohner des Baugebiets Setz gedacht war, vielfach auch von auswärtigem durchfahrendem Verkehr benutzt wird, hatten Anwohner aus dem Ruländerweg und dem Silvanerweg bereits beklagt und im Ordnungsamt vorgetragen.

Aber auch hiergegen war nach damaliger Auskunft von Ordnungsamtsleiter Patrick Nagel nichts zu machen. Bereits im Januar 2020 war der Steigweg, der nur an einer einzigen Stelle Begegnungsverkehr zulässt, überhaupt passierbar gemacht worden, indem seitlich die Bankette verbreitert und vor den Ampeln Aufstellflächen für wartende Fahrzeuge geschaffen wurden.

Die Gemeindeverwaltung hatte seinerzeit auf massiven Druck der Setz-Anwohner diese Umleitung geschaffen. Dass trotz der Regelung „für Anlieger frei“ Missbrauch betrieben wurde, konnte offenbar nicht verhindert werden. Der Stau im Berufsverkehr an der Einfahrt zum Steigweg ist durch dieses Verhalten provoziert.

Ist die letzte Sperrung am Rathaus abgearbeitet, so fehlt nur noch die Schwarzdecke von der Einmündung bis zum Katzenbergweg. Diese wird in einem Zug aufgebracht. Die von den Anwohnern der Jöhlinger Straße dringend gewünschten Pfosten zum Schutz der Fußgänger werden montiert und damit wird die Straße in absehbarer Zeit tatsächlich wieder komplett befahrbar sein.

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