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Werbeträger

Lebendes Maskottchen Träuble verkörpert Weingarten

Was könnte den Weinort Weingarten besser repräsentieren als eine Weintraube? Wer hinter dem lebenden Maskottchen Träuble steckt, bleibt aber ein Geheimnis.

Auf der Marktbrücke: Das Träuble lebt im Herzen von Weingarten und ist Repräsentant der Gemeinde Foto: Marianne Lother

Man sieht es in Weingarten mittlerweile überall: das Träuble, den offiziellen Werbeträger der Gemeinde. Der Weinbau hat im Ort eine jahrhundertelange Tradition.

Er ist heute noch ein Wirtschaftsfaktor und prägt in erster Linie das Image. Die Traube ist das Wappensymbol, seit weit über einem halben Jahrhundert residiert in Weingarten eine Weinkönigin und weiterhin bewerben sich Jahr für Jahr junge Frauen um dieses traditionsreiche Amt.

„Wir waren auf der Suche nach einem kleinen Geschenk, das symbolisch den Ort repräsentiert und das man Besuchern mitgeben kann“, berichtet Claudia Geißler-Spohrer, Leiterin vom Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit und Tourismus im Rathaus.

Einwohner von Weingarten gaben dem Träuble seinem Namen

Die gesuchte Symbolfigur war in Form einer kleinen Plüschtraube – eigentlich ein Bildschirmreiniger – rasch gefunden. Im nächsten Schritt wurden die Einwohner aufgefordert, einen Namen vorzuschlagen.

Eine überwältigende Mehrheit stimmte für den Namen Träuble und alsbald tauchte das kleine Wesen mit den Kulleraugen nicht nur in vielen Schaufenstern, auf Theken und Schreibtischen auf, sondern wurde auch als Verkaufsgegenstand gegen eine geringe Gebühr stark nachgefragt.

Lebendes Maskottchen Träuble hatte 2019 Premiere in Weingarten

In den kreativen Köpfen entwickelte sich ein Gedanke aus dem anderen und die Idee eines „lebenden“ Maskottchens war geboren. Ein Kostümträger ließ sich überzeugen, mit Herz und Hand hinter der Sache zu stehen, dennoch bleibt sein Name geheim.

Am verkaufsoffenen Sonntag im Herbst 2019 hatte das Träuble seinen ersten Auftritt. „Die Figur fiel schon auf“, erinnert sich der Träuble-Darsteller.

Meine Kommunikationsmöglichkeiten beschränken sich auf Winken, Tanzen und Abklatschen.
Träuble, lebendes Maskottchen von Weingarten

„Aber mir hat das vom ersten Tag an Spaß gemacht. Die Erwachsenen waren neugierig und verblüfft, aber alle freundlich. Sie lächelten, winkten und machten Selfies. Die Kinder kamen gerne näher.

Einige waren schüchtern, aber einige Frechdachse wollten es zu gern wissen und zupften auch ein bisschen an mir herum. Ich spreche nicht, meine Kommunikationsmöglichkeiten beschränken sich auf Winken, Tanzen und Abklatschen.“

Seitdem erhält die Verwaltung immer wieder Anfragen, vor allem von Weingartener Vereinen, ob das Träuble bei ihren Veranstaltungen vorbeischauen würde, was es natürlich gerne tut.

Brautpaar lud Weingartener Träuble zu Hochzeitsfoto ein

Sein schönstes Erlebnis bescherte ihm ein Hochzeitspaar, das das Träuble zu einem Hochzeitsfoto einlud. Gern tritt es auch im Team mit den Weinhoheiten auf, denn es wird als Mittel gesehen, Themen rund um Weingarten originell aufzubereiten, berichtet Vanessa Graf, ebenfalls Mitarbeiterin im Bereich Öffentlichkeitsarbeit.

Das Träuble grüßt auf Postkarten für den Valentinstag, es kann im Ferienspaß eingesetzt werden, über den Weihnachtsmarkt schlendern oder bei Partnerschaftstreffen zugegen sein.

Das Träuble sei ein Stilmittel der Kommunikation der Gemeinde mit ihren Bürgern. Es soll Weingarten ein Ortsimage „zum Anfassen“ verleihen und nach außen die Marke Weingarten (Baden) vertreten.

Zwischenzeitlich ist das Träuble zum festen Begriff geworden: Auf Initiative des TSV gibt es den sportlichen Träubleslauf und den Träublesweg. Letzterer bezeichnet keine Straße, sondern einen Wanderweg speziell für Kinder, mitten im Rebgebiet Katzenberg.

So ist aus einem Wappensymbol eine Kunstfigur geworden, die mitten im Ort und mit den Menschen lebt. Aber keiner weiß, wer dahinter steckt.

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