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Warten auf das Ende des Lockdowns

Karlsruher Second-Hand-Kaufhaus Kashka zieht in die Karlstraße

Aus der Kaiserstraße in die Karlstraße: Das Second-Hand-Kaufhaus Kashka will nach dem Lockdown in einem neuen Gebäude durchstarten. Nicht nur Kleidung wird dort angeboten.

Neues Domizil: Das Second-Hand-Kaufhaus Kashka bezieht seine neuen Räume in der Karlstraße 56. Eigentlich war der Umzug erst später geplant, doch die Verantwortlichen nutzten nun dafür die coronabedingte Zwangspause. Foto: Monika John

Kashka, Karlsruhes Second-Hand-Kaufhaus, zieht um. Neuer Standort ist die Karlstraße 56, ziemlich genau zwischen Garten- und Mathystraße.

Das Kaufhaus zieht in die Räumlichkeiten, in denen zuvor Baby Walz zu finden war. „Unser Umzug aus der Kaiserstraße 172 ist im vollen Gange. Öffnen werden wir, sobald Lockdown und Corona es zulassen“, erklärt Marc Beck, Bereichsleiter Beschäftigung beim Diakonischen Werk.

Er freut sich auf das neue Domizil. Mit rund 825 Quadratmetern Fläche sei das Kaufhaus sehr groß, dazu ebenerdig gelegen, also barrierefrei zu betreten. Die Straßenbahnanbindung bezeichnet Beck als zusätzlichen Vorteil.

Wenige Anpassungen waren notwendig

An der Infrastruktur der Geschäftsflächen habe man nur wenig ändern müssen. Die Theken wurden modernisiert und die Lichttechnik mit LED an die neue Zeit angepasst.

An sich sei der Umzug erst später geplant gewesen, doch der Lockdown habe Gelegenheit geboten, die Aktion vorzuziehen und zügig anzugehen. „Wenn am 14. Februar geöffnet werden darf, sind wir gerüstet“, strahlt der 46-Jährige, der seit 2006 für die Diakonie arbeitet und seit 2015 für den Bereich Beschäftigung verantwortlich zeichnet.

Er verrät, dass er stolz ist auf die 15 Mitarbeiter, die alle an einem Strang gezogen hätten. Alle ohne Ausnahme hätten beim Umzug vollen Einsatz gezeigt.

Das Karlsruher Second-Hand-Kaufhaus, abgekürzt Kashka genannt, gibt es seit 2002 in der Fächerstadt. Zu den Second-Hand-Läden des Diakonischen Werkes zählte auch „Jacke wie Hose“ in der Südstadt. Dieses Geschäft wurde Ende Oktober geschlossen. „Die Corona-Krise hat einen großen Teil zu beigetragen, dass wir zu machen mussten“, verrät Marc Beck.

Das sei ihm und den Mitarbeitern schwergefallen. „Wir waren traurig“, gibt er zu. Insofern ist er nun glücklich, dass das neue Domizil von Kashka auch für jene Kunden, die in der Südstadt eingekauft haben, gut zu erreichen ist.

Am Angebot hat sich nichts geändert. Das Sortiment umfasst Damen-, Herren- und Kinderkleidung, Bett- und Tischwäsche, Geschirr, Spielzeug, Schmuck, Wohnaccessoires und vieles andere. Alles, was verkauft wird, ist gespendet. Pressesprecherin Luise Winter bittet darum, nur gut erhaltene Sachspenden abzugeben.

„Wenn etwa an einer Bluse ein Knopf fehlt, können wir das gute Stück, auch wenn es noch so schön ist, nicht verkaufen“, gibt sie zu bedenken.

Auch Elektro-Geräte werden verkauft

Gesucht werden derzeit gebrauchte Laptops mit Kamera und Mikrofon und nicht zu altem Betriebssystem für Kinder im Homeschooling. Mit dem Verkauf dieser Sachspenden ermöglicht Kashka Menschen mit geringem Einkommen, in würdiger Atmosphäre einzukaufen.

Die Überschüsse aus den Verkaufserlösen fließen laut Marc Beck in soziale Projekte des Diakonischen Werkes, die nicht gefördert werden.

Für die Sachspenden gibt es eine zentrale Annahmestelle in der Windeckstraße 7. Nicht angenommen werden dort Röhrenfernseher, Skier und Skischuhe sowie Federbetten und Daunenkissen.

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