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Drei-Fragen an: Marco Strobel

Kind ist Star im Netz: Vater aus Stutensee über seinen Sohn „Chefstrobel“

Über 600.000 Menschen folgen Marco Strobels Sohn auf einem Internet-Portal, um ihm beim Zocken zuzusehen. Wie denkt ein Vater über diesen Karriereweg?

Marco Strobel auf einer Aussichtsplattform in New York
Marco Strobel auf einer Aussichtsplattform in New York während einer gemeinsamen USA-Reise mit seinem Sohn Domenic, der als Social-Media-Star „Chefstrobel“ mehrere hunderttausend Menschen erreicht. Foto: Marco Strobel

Was soll mein Kind einmal werden? Als er sich wie viele Eltern diese Frage gestellt hat, hätte Marco Strobel sich den Berufsweg seines Sohnes Domenic vermutlich nicht ausmalen können. Im Gespräch gibt er einen Einblick, was die Internetkarriere von Domenic für ihn bedeutet.

Marco Strobel stellte sich anfangs viele Fragen

Was haben Sie gedacht, als Domenic mit dem Streaming angefangen hat?
Strobel
Ich habe mich erst einmal gefragt: Geht das gut? Wie verarbeitet er das Ganze? Abgesehen davon kam in mir auch der Gedanke auf, dass er sich zum Negativen verändern könnte. Kommen durch das Streamen und die Reichweite, die er dann gewonnen hat, gewisse Veränderungen, die nicht positiv sind? Zum Glück ist er der Gleiche geblieben und diese Befürchtungen waren unbegründet. Absolut bodenständig und nicht abgehoben. Man kennt es ja von man anderen Streamern und Influencern, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, nicht die Bodenhaftung zu verlieren. Er ist der Mensch geblieben, den ich als sein Vater schon mein ganzes Leben lang kenne, was mich total glücklich macht. Er unterstützt, seitdem er das macht, auch soziale Projekte. Das finde ich super.
Warum erreicht Domenic in ihren Augen so viele Menschen im Internet?
Strobel
Er gibt sich so, wie er ist. Er verstellt sich auch nicht. Er hat einen guten Charakter. Wahrscheinlich vom Papa (lacht).
Hat sich die Vater-Sohn-Beziehung nach dem Erfolg von Domenic verändert?
Strobel
Ja, das kann man schon sagen. Die Beziehung ist trotz der räumlichen Distanz zwischen uns intensiver geworden. Er wohnt jetzt schon seit zwei Jahren in Hamburg. Er kommt trotzdem regelmäßig zu Besuch nach Karlsruhe und auch geschäftliche Meetings haben wir manchmal zusammen. Wir haben letztes Jahr auch eine gemeinsame Tour durch die USA gemacht. Während unserer zweiwöchigen Reise hat er auch gestreamt. Das ganze Drumherum dann so hautnah zu erleben, war für mich sehr lehrreich. Mir ist besonders die Dimension von Domenics Reichweite bewusstgeworden. Mitten in New York wollten Kinder und Jugendliche aus Deutschland, die mit ihren Familien im Urlaub waren, ein Foto mit ihm machen. Während einer Bootstour in Miami haben uns Studenten angesprochen, die ihn ebenfalls kannten. Dieses Ausmaß an Bekanntheit konnte ich vorher nicht so greifen.
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