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Für Kreativität in der Krise

Kinemathek Karlsruhe erhält bundesweiten Kinopreis

Für die Energie und Kreativität, mit der sie in der Pandemie den Kontakt zu ihren Besuchern gehalten haben, sind bundesweit 26 Kinos ausgezeichnet worden. Eines davon ist die Kinemathek Karlsruhe.

Im Einsatz für die Filmkunst: Samuel Israel, Michael Endepols, Ursula Niessen-Ursprung, Marc Teuscher und Michael Schier von der Kinemathek Karlsruhe im Foyer ihres Kinos in der Kaiserpassage. Foto: Kinemathek Karlsruhe

Die Kinemathek Karlsruhe ist für ihren kreative Programmgestaltung und -vermittlung ausgezeichnet worden. Sie teilt diese Ehrung mit weiteren 25 innovativen Kinoprojekten aus ganz Deutschland.

Auf diese ist in diesem Jahr der Kinopreis der Deutschen Kinemathek aufgeteilt worden. Diese Aufteilung sei „im Sinne einer solidarischen Unterstützung“ erfolgt, erklärt die Deutsche Kinemathek, „da im vergangenen Jahr kein durchgehender Spielbetrieb stattfinden konnte und die Kinos sich existenziellen Herausforderungen stellen mussten“.

Die Jury sei „tief beeindruckt“ gewesen „von der Energie und Kreativität, mit der die Kinobetreiber den Kontakt zu ihren Besuchern gehalten oder sogar ausgebaut haben“, so die Mitteilung weiter.

Das Selbstverständnis des Kinos als eine der nahbarsten Kunst- und Unterhaltungsformen habe sich „in besonderer Weise bestätigt“. Die prämierten Kinos erhalten jeweils 1.000 Euro.

Kinemathek Karlsruhe reagierte mit Quartierskino und Streaming auf Corona-Krise

Die Kinemathek hatte mit mehreren neuen Projekten auf die Situation reagiert, in der Corona-Krise kaum in ihrem eigenen Kinosaal (Kaiserpassage 6) Vorstellungen bieten zu können.

Beispielsweise gab es unter dem Titel „Quartierskino“ seit März 2021 eine Kooperation mit bislang acht Karlsruher Stadtteilen. Hierbei wird jeweils gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern ein zu Themen des Stadtteils passender Film ausgewählt, präsentiert und gemeinsam diskutiert — aufgrund des Lockdowns auch in digitalen Formaten.

Da haben wir mehr Leute erreicht als ins Kino gepasst hätten.
Marc Teuscher, Geschäftsführer Kinemathek Karlsruhe

„Allein die Liveshows, bei denen wir eine Diskussion mit Gästen aus dem Stadtteil übertragen haben, wurden rund 2.000 Mal abgerufen – da haben wir also mehr Leute erreicht als ins Kino gepasst hätten“, sagt Geschäftsführer Marc Teuscher.

Das Projekt werde mit Präsenzveranstaltungen weitergeführt, erklärt er. Zum sommerlichen Open-Air-Festival „Toujours Kultur“ steuerte die Kinemathek ein umfangreiches Programm bei und mit „Kinemathek+“ wurde ein eigenständig kuratiertes Streaming-Angebot eingeführt.

Neben Streaming-Angebot gibt es nun auch einen Kino-Podcast

Das Angebot von „Kinemathek+“ gibt es weiterhin. Aktuell ist dort mit „Night Moves“ ein früher Film der US-Regisseurin Kelly Reichardt abrufbar, deren bei der Berlinale 2020 gefeiertes Werk „First Cow“ an diesem Samstag und Sonntag in der Kinemathek gezeigt wird.

Zudem gibt es mittlerweile einen Podcast zum Thema „Film – Bildung – Kino“, dem sich auch eine Konferenz vom 10. bis 12. Dezember in Karlsruhe widmen wird.

Weiter Informationen

www.kinemathek-karlsruhe.de

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