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Entscheidung in Bonn gefallen

KIT ist wieder Elite-Uni

Jubel am Karlsruher Institut für Technologie (KIT): Die Hochschule ist wieder zur Elite-Uni aufgestiegen. Sie setzte sich im Finale des Exzellenz-Wettbewerbs durch. Elf von 19 Finalisten erhielten das begehrte Exzellenz-Prädikat.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) war von 2006 bis 2012 schon einmal Elite-Uni - mit entsprechend großer Spannung erwarteten die Forscher nun die Entscheidung, ob es für den Wiederaufstieg reichte. Foto: dpa Foto: None

Jubel am Karlsruher Institut für Technologie (KIT): Die Hochschule ist wieder zur Elite-Uni aufgestiegen. Sie setzte sich im Finale des Exzellenz-Wettbewerbs durch. Elf von 19 Finalisten erhielten das begehrte Exzellenz-Prädikat. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) gab das Ergebnis gemeinsam mit dem Wissenschaftsrat und der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Bonn bekannt. Freude und Erleichterung waren am KIT groß, als der Name der Karlsruher Forschungsuniversität vorgelesen wurde. Über 200 Uni-Mitarbeiter, die an der Exzellenz-Bewerbung mitgearbeitet hatten, verfolgten die Bonner Pressekonferenz gemeinsam per Livestream.

Die Gewinner sind: die RWTH Aachen, der Uni-Verbund Berlin, die Uni Bonn, die TU Dresden, die Uni Hamburg, Uni Heidelberg, das KIT, die Uni Konstanz, die LMU München, die TU München und die Uni Tübingen.

Die Universitäten Stuttgart und Freiburg, die ebenfalls im Finale gewesen waren, zählten hingegen nicht zu den Gewinnern und dürfen sich weiterhin nicht "Elite-Uni" nennen. Die Universität Stuttgart war erstmals in der Endausscheidung dabei.

Für das KIT hatte die Entscheidung eine besondere Bedeutung, da es mit dem Exzellenz-Wettbewerb eine besondere Geschichte verbindet: 2006 siegten die Karlsruher im ersten Elite-Wettstreit und stellten mit den beiden Münchner Unis die ersten drei deutschen Exzellenz-Universitäten überhaupt.

Forscher hatten auf Wiedergutmachung gehofft

Nach der sechsjährigen Förderperiode verlor das KIT den begehrten Titel allerdings wieder. Deshalb hofften die Wissenschaftler nun umso stärker auf die Wiedergutmachung.

19 deutsche Universitäten und Universitätsverbünde hatten sich um die Auszeichnung als Exzellenz-Universität beworben. Voriges Jahr hatten sie alle die Vorauswahl bestanden: Damals wurden die sogenannten Forschungs-Cluster gekürt - das sind große, fächerübergreifende Forschungsprojekte zu wichtigen Forschungsfragen. Das KIT erhielt das Exzellenz-Siegel für seine Forschung an Lithium-freien Batterien und für seinen Forschungsverbund zur Entwicklung von Nanomaterialien für den 3D-Druck.

Nanotechnik und Batterieforscher waren 2018 erfolgreich

Bei diesen preisgekrönten Clustern arbeiten die KIT-Wissenschaftler mit der Uni Ulm und der Uni Heidelberg zusammen. Von vier beantragten Forschungsprojekten bekam das KIT im Herbst 2018 zwei bewilligt  - diese Zahl war die Mindestvoraussetzung, um ins Finale des Wettbewerbs zu kommen, der früher Exzellenzinitiative hieß, in der akutellen Runde jedoch Exzellenzstrategie heißt.

In der Nanoforschung sicherten Wissenschaftler des KIT ihrer Uni einen Platz im Exzellenz-Finale. Sie entwickeln neuartige Materialien für den 3D-Druck. Foto: KIT Foto: KIT

Die Finalisten mussten ein Konzept zur innovativen Weiterentwicklung ihrer gesamten Universität vorlegen. Das KIT entwickelte in seiner "Dachstrategie 2025" einen Plan, wie es wesentlich flexibler auf neue Fragestellungen in der sich rasant verändernden Hochtechnologie-Gesellschaft reagieren kann.

Ministerin Karliczeks Stimme zählte am meisten

Über die Bewerbungen der Universitäten stimmten eine Wissenschaftler-Jury und die deutschen Forschungsminister ab. Eine Elite-Uni musste die Fachexperten und die Politiker hinter sich bringen. Dabei kam Bundesforschungsministerin Karliczek eine entscheidende Rolle zu: Sie hatte allein 16 Stimmen, genauso viele wie ihre 16 Länderkollegen zusammen  - und mindestens 25 Minister-Stimmen brauchte eine Elite-Uni. Bei der Fach-Jury reichte die einfache Mehrheit der 39 Stimmen.

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