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Spiele und Online-Angebote

Kitas und Schulen wegen Coronavirus geschlossen: Wie beschäftige ich meine Kinder?

Der Corona Virus diktiert den Alltag in Deutschland. Da ab Dienstag, 17. März, in Baden Württemberg alle Schulen, Kitas und Kindergärten geschlossen werden, müssen sich Eltern vorerst eigenständig um die Betreuung ihrer Kinder kümmern. Damit zu Hause keine Langeweile aufkommt, haben wir Möglichkeiten aufgelistet, um die Kleinen und Großen zu beschäftigen.

Vorschulkinder basteln in einer Kindertagesstätte. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Die Geschwister Löwenstein haben online ihr Angebot „Quarantäne Kids“ gestartet. Auf der Internetseite der Spieldesigner können Eltern täglich ab 8 Uhr Bastel- und Spielanleitungen herunterladen, um ihre Kids zu Hause zu beschäftigen. Ziel der Aktion ist es mit wenig Materialien, die jeder vorrätig hat, möglichst vielfältige Spiele zu entwickeln.

Neben dem Spaßfaktor werden hierbei auch Lerninhalte vermittelt. So beschäftigt sich der Kullerwettbewerb vom 16. März mit dem Thema "Tiere in Quarantäne" . Darüber hinaus werden alle Ideen der Geschwister Löwenstein auf Instagram unter #quarantänekids gepostet. Über den Hashtag können Nutzer aus ganz Deutschland ihre eigenen Ideen in der Netzgemeinde verbreiten.

Neben den neuen Ideen von Löwenstein können die Klassiker wie Brettspiele, Puzzle oder gemeinsames Lesen eine Ablenkung darstellen.

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Online-Spiele von KIKA, GEOlino und Toggo

Darüber hinaus finden sich online zahlreiche Plattformen, die kostenlos Minispiele für Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen anbieten.

Der Kinderkanal (KIKA) von ARD und ZDF lädt neben den klassischen Bastelanleitungen und Ausmalbildern auch Wimmelbildspiele und Quizze für jüngere Kinder hoch. Im Zentrum steht hier die spielerische Vermittlung von Wissen.

Ähnlich aufgebaut ist auf die Webseite des Wissensmagazin GEOlino . Geo richtet sich an Jugendliche zwischen 8 und 14 Jahren, daher sind viele Spiele komplexer aufgebaut und verlangen vom Spieler ein strategisches Vorgehen.

Das Gedächtnis wird dabei auch trainiert. Bei Toggo bestimmt wiederum der Unterhaltungswert die Auswahl. Das Portal von RTL stellt eine "bunte Mischung aus Games verschiedenster Kategorien" bereit.

Aktivitäten und Ausflüge in der Natur

Wer sich drinnen langweilt, der darf auch raus gehen. Aber wo können Eltern mit ihren Kindern noch hingehen, wenn Bäder, Freizeitparks und Zoos geschlossen bleiben?  Der Landesvorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg Ralf Scholl rät allen Eltern, Spielplätze grundsätzlich zu meiden: „Kinder und Jugendlichen sollten den Kontakt zu Spielkameraden grundsätzlich vermeiden, um eine Ansteckung zu verhindern.“

Wälder und Wiesen seine dagegen ungefährlich, sobald ein gewisser Mindestabstand eingehalten wird. Bei gemeinsamen Waldspaziergängen können sich Kinder austoben und die Natur genießen.

Sportlich Aktivitäten wie Fahrrad fahren oder Rollerbladen sind besonders für ältere Kinder und Jugendliche eine Abwechslung von der Langeweile zu Hause. Der Vorteil ist dabei, dass beim Sport Rücksicht auf den Mindestabstand zu anderen Personen genommen werden kann. Und wer sich bewegt kann so auch gleichzeitig was für seine Gesundheit tun.

Ministerin: Verhindern, dass Kinder in ein Loch fallen

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) setzt angesichts flächendeckender Schulschließungen wegen des Coronavirus auch auf digitale Lernangebote. In Bezug auf die Schulschließungen habe sie Vertrauen in die Lehrer, sagte sie. Sie setze darauf, dass von den Schulen jetzt Übungen digital an die Schüler weitergegeben würden. «Und wenn es irgendwie gar nicht funktioniert, greifen wir vielleicht auch einfach auf die gute alte Post zurück.»

Sie sei sich bewusst, dass die Schulschließungen für Eltern und Kinder eine große Herausforderung seien. Dringend geboten sei es jetzt, «zu verhindern, dass Kinder dann in ein Loch fallen.» Eisenmann sprach von einer absoluten Notsituation. «Das gab's so noch nie. Auf so was kann man sich auch nicht allumfassend vorbereiten.» Jeder müsse seinen Teil beitragen.

(mit dpa)
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