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Hände mit Sekundenkleber auf Fahrbahn

Klimaaktivisten blockieren Karlsruher Südtangente: Stau im Berufsverkehr

Aktivisten der Klimaschutzgruppe „Aufstand der letzten Generation“ haben sich am Montag auf der Karlsruher Südtangente festgeklebt und dadurch einen Stau verursacht.

Drei Klimaaktivisten der Gruppe «Aufstand der letzten Generation» blockieren eine Straße in Stuttgart. Die Gruppe «Aufstand der letzten Generation» blockiert seit Monaten deutschlandweit immer wieder Straßen und Autobahnen. Sie fordert ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung und eine Agrarwende, um Treibhausgase zu mindern. +++ dpa-Bildfunk +++
Klimaaktivisten der Gruppe «Aufstand der letzten Generation» haben am Montagmorgen Straßen in deutschen Städten blockiert. In Karlsruhe oder hier in Stuttgart klebten sie sich sogar an den Fahrbahnen fest. Foto: Marijan Murat picture alliance/dpa

Klimaaktivisten der Gruppe „Aufstand der letzten Generation“ haben am Montagmorgen Straßen in Karlsruhe, Stuttgart und weiteren deutschen Großstädten blockiert. In Karlsruhe hielten sechs Aktivisten den Verkehr auf einer Abfahrt der B10 in Richtung Pfalz auf, was zum Rückstau auf der Südtangente führte.

Die Gruppenmitglieder stellten sich gegen 7.40 Uhr mit Bannern auf einen Fußgängerüberweg der Ausfahrt am Kühlen Krug, zwei von ihnen klebten sich mit Sekundenkleber an der Straße fest. Die Aktion endete gegen 9.40 Uhr.

Wie das Polizeipräsidium Karlsruhe mitteilte, wurden die Fahrzeuge in Richtung Karlsruher Innenstadt aufgehalten und es bildete sich ein Stau von etwa drei Kilometern bis zur Vogesenbrücke. Vereinzelt kam es wohl auch zwischen Verkehrsteilnehmern und Aktivisten zu Diskussionen, heißt es in einer gemeinsamen Pressemeldung von Stadt und Polizei.

Hände der Aktivisten mit Lösungsmittel entfernt

Die Berufsfeuerwehr konnte die zwei festgeklebten Aktivisten mit Desinfektionsmittel von der Fahrbahn lösen. Dabei wurde niemand verletzt. „Die Aktivisten waren sehr kooperativ“, heißt es von der Pressestelle der Polizei. Die selbst erst von Verkehrsteilnehmern von der unangemeldeten Aktion erfahren hat.

Die Polizei rückte mit rund zehn Beamten an. Auch Vertreter der Stadt und der Feuerwehr waren vor Ort. Nach Gesprächen mit den Aktivisten hat die Polizei den sechs Demonstranten einen Ort abseits der Straße vor dem Ärztehaus Karlsruhe zugewiesen. Dort haben die Aktivisten die Aktion bis 9.40 Uhr fortgesetzt. „Die Demonstranten müssen mit mehreren Anzeigen unter anderem wegen Nötigung rechnen“, heißt es in der Pressemeldung von Stadt und Polizei weiter.

Aktivisten sind mit der Aktion zufrieden

„Für uns war die Aktion ein voller Erfolg“, sagt Daniel Eckert von der Klimaschutzgruppe „Aufstand der letzten Generation“ dieser Redaktion. Der 21-jährige Karlsruher betont, dass es den Aktivisten nicht um eine Eskalation ging. Die Gruppe habe Präsenz zeigen und Erfahrungen sammeln wollen. Es war die erste Blockadeaktion der Klimaschutzgruppe in Karlsruhe. Drei der sechs Teilnehmer seien zum ersten Mal dabei gewesen.

Straße gesperrt: Rund drei Kilometer stauen sich die Autos.
Straße gesperrt: Rund drei Kilometer stauen sich die Autos. Foto: Mark Dominik Bürkle

Auch Eckert betont, dass die Absprachen mit der Polizei sehr ruhig verliefen: „Sie haben uns erst gewähren lassen, dann haben wir nach einer Absprache die Straße verlassen.“ Er hofft, dass die Menschen sich nach der Aktion über die Ziele von der Klimaschutzgruppe „Aufstand der letzten Generation“ informieren. „Klar wir stören, aber wir sehen keinen anderen Weg“, sagt er und weißt daraufhin, dass die „Letzte Generation“ eine Erklärung des Grünen-Ministers Robert Habeck fordert. In der soll stehen, dass es keine neue fossile Infrastruktur geben wird.

Blockade fand zeitgleich in anderen Städten statt

Auch in Stuttgart hat ein Aktivist seine Hand nach Auskunft der Polizei auf die Fahrbahn geklebt. Insgesamt drei Gruppenmitglieder saßen auf einem Fußgängerüberweg auf einer Fahrbahn stadteinwärts. Auch kam es zu Verkehrsbehinderungen.

Die Gruppe „Aufstand der letzten Generation“ blockiert seit Monaten deutschlandweit immer wieder Straßen und Autobahnen. Sie fordert ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung und eine Agrarwende, um Treibhausgase zu mindern. Auch in weiteren deutschen Großstädten fanden solche Blockaden der Gruppe am Montagmorgen auf wichtigen Straßen statt.

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